Aktualisiert 21.08.2012 12:48

«Bärenstark»Die Deutschen schwärmen von Shaqiri

Ein Tor und zwei Assists konnte Xherdan Shaqiri in seinem ersten Pflichtspiel mit Bayern München verbuchen. Kein Wunder, sind die deutschen Medien voll des Lobes für den Schweizer Kraftwürfel.

von
fbu

«Bayerns neuer Lichtblick heisst Xherdan Shaqiri», schreibt Welt Online nach Shaqiris erstem Pflichtspieleinsatz für den grossen FC Bayern München. Das hört sich fast schon überschwänglich an. Ohne Frage, mit seinem Traumtor und den zwei Assists hat sich der Schweizer einmal mehr ins Scheinwerferlicht manövriert. In den deutschen Medien fallen Worte wie «bärenstark», «neuer Schwung» und «starke Leistung». Die Bild widmet dem neuen «Tor-Helden» einen langen Artikel und bezeichnet ihn als die neue Attraktion der Liga.

Ebenso ist Welt Online voll des Lobes für den wirbligen Kraftwürfel. Mit ihm habe die Mannschaft einen Spieler gefunden, der das grösste Problem des Teams beheben könne. Dank seiner Kreativität helfe er, wenn sich die Mannschaft gegen destruktiv spielende Gegner schwertut. Dass muss Musik in den Ohren des Schweizer Wirbelwinds sein, der nicht nur bei den Journalisten für gute Laune sorgt. Auch die Bayern-Verantwortlichen waren beim Pokal-Spiel gegen Regensburg sichtlich zufrieden.

Shaqiri begeistert Sammer und Heynckes

Beim 2:0 Shaqiris sprang Sportdirektor Matthias Sammer von der Bank auf und klatschte sich mit Trainer Jupp Heynckes ab. Letzterer findet in der Folge nicht zum ersten Mal lobende Worte für den 20-Jährigen. «Ich habe Shaqiri nicht verpflichtet, damit er irgendwann wieder in der Versenkung verschwindet», sagte Heynckes, «mit der Hereinnahme von Shaqiri wurde plötzlich alles besser als in der ersten Halbzeit. Er hat alles, was ein Fussballer braucht.»

Nach der herausragenden Leistung beginnen in Deutschland bereits die Diskussionen um Shaqiris Chancen auf einen Startplatz. Bei Focus Online ist man der Überzeugung, dass der Schweizer einen deutlich frischeren Eindruck hinterlassen habe als sein direkter Konkurrent Thomas Müller. Positiv stimmt zudem, dass Shaqiri mit dem anderen Neuzugang Mario Mandzukics gut zu harmonieren scheint. Der «Berliner Kurier» spricht sogar vom neuen Traumduo der Bundesliga. Heynckes lässt noch offen, in welcher Besetzung er den Saisonauftakt am Samstag bei Greuther Fürth in Angriff nehmen will.

Gute Stimmung im Team

Shaqiri selbst blieb nach seinem starken Auftritt bescheiden und verzichtete auf eine Kampfansage: «Ich will nicht, dass in der Mannschaft Krieg herrscht. Ich will, dass wir füreinander spielen dieses Jahr, nur so können wir Erfolg haben.» Man sehe aber jetzt schon auf dem Platz, dass das Team Spass habe. Das sei das Wichtigste.

Shaqiris Traum-Freistoss gegen Regensburg. (Quelle: YouTube/MuzicaProduction)

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