09.06.2018 21:46

Zürcher Kreis 4«Die drei Füchsli spielten so herzig»

In einem Garten beim Zürcher Albisriederplatz spielten drei junge Füchse mit einer toten Taube. Der städtische Wildhüter rät, sie zu verjagen.

von
som

Drei Jungfüchse spielten in einem Garten beim Albisriedenplatz. Video: Rebeca Apolo

Es kommt immer wieder vor, dass Rebeca Apolo in Zürich Füchse sieht. «Die meisten sind aber sehr scheu.» Nicht so die drei Jungfüchse, die neulich stundenlang in einem Garten beim Albisrierderplatz herumtollten. «Ich war dort bei einem Freund zum Grillieren eingeladen», sagt sie.

Als sie dort gegen 19 Uhr angekommen sei, hätten die Tiere gerade eine Taube verspeist – danach hätten sie mit den Überresten gespielt: «Das war irgendwie grausam, aber gleichzeitig so herzig.» Die Füchse hätten sich durch die Menschen im Garten überhaupt nicht gestört gefühlt: «Gegen zehn Uhr legten sie sich schlafen.» Obwohl die Welpen sehr zutraulich gewesen seien, habe man sich ihnen nicht extra genähert, so Apolo: «Das wäre zu riskant.»

«Problemfüchse» werden immer wieder erschossen

Das sei grundsätzlich richtig gewesen, sagt der Stadtzürcher Wildhüter Fabian Kern: «Noch besser wäre es gewesen, die Jungfüchse zu verjagen – damit kann man ihnen sogar das Leben retten.» Auf keinen Fall sollte man sie aber füttern: «Sonst verlieren die Tiere ihren natürlichen Jagdinstinkt und ihre Scheu vor Menschen.»

Immer wieder komme es in der Stadt Zürich vor, dass man solche aufdringlichen «Problemfüchse» erschiessen müsse. Etwa Füchse, die auf einem Pausenplatz gefüttert wurden: «Die Tiere belästigten die Kinder und machten sich im Schulhaus über die Rucksäcke her.»

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