Lovebugs-Adi: «Die Eier muss man erst mal haben»
Aktualisiert

Lovebugs-Adi«Die Eier muss man erst mal haben»

Morgen erscheint mit «The Highest Heights» das zehnte Album der Lovebugs. 20 Minuten traf sie zum Interview.

Wenige Bands schaffen es, zehn Alben zu veröffentlichen. Was ist euer Rezept?

Thomas Rechberger: Wir sind mehr eine Bande als eine Band. Für uns gibt nichts Besseres, als zusammen Musik zu machen.

Auch nach 15 Jahren? Ist Lovebugs für euch nie nur Brotjob gewesen?

Adrian Sieber: In dem Moment hätte ich aufgehört.

Wohl gerade wegen eurem grossen Erfolg geltet ihr unter Indie-Hipstern als ziemlich uncool ...

Sieber: Ach, die haben sich doch gar nicht mit uns auseinandergesetzt. All diese Leute, die nur unsere Singles kennen, wissen nicht, was wir machen. Die Songs, die am Radio gespielt werden, sind auch nicht immer unsere Lieblingstracks.

Euch scheint euer Ruf ja ohnehin nicht so wichtig zu sein, sonst würdet ihr kaum am Eurovision Song Contest teilnehmen.

Sieber: Wer es uncool findet, dass wirs machen, findet uns eh uncool. Aber der ESC wird doch ein Sack voll Spass! Und die Eier da hinzugehen muss man erst mal haben.

Rechberger: Und nur dank dem ESC spielt jetzt die BBC in England ein Video von uns.

Trotzdem hat euch Chris von Rohr das Ende eurer Karriere prophezeit.

Sieber: Ach, Chris muss das sagen – mal schauen, was er in fünf Jahren sagt.

nik

Lovebugs: «The Highest Heights»

Auch auf ihrem zehnten Album bleiben sich ­Lovebugs treu: «The Highest Heights» ist eine hervor­ragend pro­duzierte, melancholische Pop-Platte. Trotzdem bleiben die Basler auch im fünf­zehnten Jahr ihrer Band­geschichte nicht stehen: So elektronisch waren sie nie zuvor, die Britpop-Einflüsse kämpfen jetzt gegen Depeche-Mode-Synthis. Die elf Songs würden allesamt auch in grossen Stadion funktionieren – doch mit Sicherheit auch auf der angekündigten grossen Lovebugs-Clubtour. Allen voran der Single-Hit «21st Century Man».

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