Aktualisiert 31.01.2012 08:37

Wo ist die «Bat Cave»?

Die Einbrecher von Alcatraz

Verkehrte Welt im berühmtesten Knast der Welt: Während die «Besucher» früher eher ausreissen wollten, versuchen sie heute, einzubrechen. Schuld ist eine neue TV-Serie.

von
phi

Alcatraz ist wegen seiner bewegten Geschichte ein Touristenmagnet. Das Eiland vor San Francisco verdankt seinen Ruhm dem früheren Bundesgefängnis, in dem Gangster-Grössen wie etwa Al Capone inhaftiert waren.

Von 1934 bis 1963 sassen Schwerverbrecher und Mafia-Paten in «The Rock» ein, weil der Felsen Fluchtversuche fast unmöglich machte: Von 36 Männern schafften es bloss drei. Zwei bleiben vermisst, sechs starben bei dem Versuch, der Rest wurde geschnappt.

Auf der Suche nach dem «Bat Cave»

Heute hat sich Welt verkehrt: Die Besucher brechen ins Gefängnis ein. Schuld daran ist die TV-Serie «Alcatraz», die am 16. Januar auf «Fox» Premiere feierte.

Es geht um verschwundene Gefangene aus den 60ern, die im San Francisco anno 2011 jung geblieben wieder auftauchen, um Böses zu tun. Dabei spielt ein geheimer Bunker eine Rolle: die «Bat Cave» – Fledermaushöhle. Eben diesen Raum suchen nun die modernen Einbrecher, die abseits der Touristenströme nach einem TV-Schatz stöbern. Allein: Es gibt ihn nicht.

Die «Schatzsucher» verlassen bei Führungen die markierten Wege

Die Fans würden einen High-Tech-Kontrollraum suchen, bestätigte Alexandra Picavet, Sprecherin der zuständigen National Parks Service, gegenüber dem TMZ: Weil die «Schatzsucher» bei Führungen die markierten Wege verlassen, will die Parkverwaltung nun Warnschilder aufstellen: «Die TV-Serie Alcatraz ist fiktional. Viele Orte, die sie zeigt, sind nicht real. Geschlossene Bereiche schützen Sie, historische Bauten und brütende Vögel.»

Letztere haben auf Alcatraz eine lange Tradition: Seinen Namen verdankt das Eiland dem spanischen Wort für Pelikan.

Ein so genannter First-Look-Trailer der Fox-Serie «Alcatraz». Quelle: YouTube/FoxBroadcasting

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