Entlassung: Foda ist der erste FCZ-Trainer, der keinen Sieg in der Super League feierte 

Publiziert

EntlassungFoda ist der erste FCZ-Trainer, der keinen Sieg in der Super League feierte 

Der 56-jährige Deutsche Franco Foda muss den Meister FC Zürich bereits wieder verlassen. Das, nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie. 

1 / 3
Vom FC Zürich gefeuert: Ex-Trainer Franco Foda.

Vom FC Zürich gefeuert: Ex-Trainer Franco Foda.

Andy Mueller/freshfocus
Der Deutsche muss nach nur 18 Spielen wieder gehen. 

Der Deutsche muss nach nur 18 Spielen wieder gehen. 

Urs Lindt/freshfocus
Präsident Ancillo Canepa hatte kürzlich noch versichert, dass der Trainer bleibe. 

Präsident Ancillo Canepa hatte kürzlich noch versichert, dass der Trainer bleibe. 

REUTERS

Darum gehts

  • Frano Foda muss den FC Zürich verlassen. 

  • Nach sechs Niederlagen in Serie ziehen die Zürcher die Reissleine. 

  • Der 56-Jährige trainierte den FCZ nur während 17 Partien. 

Der Meister FC Zürich muss sich bereits wieder einen neuen Trainer suchen. Die Niederlage im Cup gegen Lausanne war die sechste in Serie (in Meisterschaft, Europa League und Cup) – und damit die eine zu viel: Der FCZ entliess Trainer Franco Foda, wie der Verein auf seiner Website berichtet.

«Ich bedaure diese Trennung ausserordentlich. Leider haben die Resultate in der Meisterschaft wie auch im Schweizer Cup nicht den Erwartungen entsprochen. Trainer und Mannschaft haben aber mit dem Erreichen der Gruppenphase in der Europa League ein wichtiges Saisonziel erreicht. Ich wünsche Franco und seinem Trainerstab für die Zukunft alles Gute», wird Präsident Ancillo Canepa zitiert. Der 56-jährige Deutsche konnte in seinen 18 Partien mit den Zürchern in keiner Hinsicht an die erfolgreiche letzte Saison anknüpfen. 

Am Sonntag tönte es noch anders

Noch am Sonntag hatte Canepa im SRF ausgesagt, dass er am Trainer festhalte, er kritisierte mehr die Spieler: «Was kann der Trainer dafür? Er hat richtig aufgestellt, er hat die richtigen Einwechslungen gemacht. Es passierten einfach wieder individuelle Fehler, für die der Trainer wirklich nichts kann.» Man stecke in einer Spirale, die einfach nur abwärts gehe. 

Nach der letzten Pleite gegen Lausanne im Cup wüteten viele Anhängerinnen und Anhänger auf Social Media gegen den Deutschen. Bei Nicht-Zürich-Fans war der Spott riesig. Ein User meint sarkastisch: «Ich würde ihm noch ein bisschen Zeit geben. Die Trainingseinheiten sind top.» Ein anderer twittert: «Franco Foda, du bist der beste Mann – für den Gegner!»

Der aktuelle, offizielle Instagram-Post des FCZ gefällt auch einem Altbekannten. FCZ-Meisterheld Willy Gnonto drückte beim Foto Gefällt-mir. Auch Statistik-Freunde haben sich zur Entlassung gemeldet.

Nach kurzer Zeit war der Like wieder weg.

Nach kurzer Zeit war der Like wieder weg.

Einziger FCZ-Trainer ohne Sieg

Nach dem Spiel gegen Lausanne war für Foda Schluss in Zürich. Das gleiche Schicksal ereilte schon zwei Vorgänger des Deutschen. Auch der jetzige Lausanne-Coach Ludovic Magnin musste nach einer Niederlage im Waadtland die Segel streichen. Mit Union Berlin reitet Urs Fischer momentan auf einer Erfolgswelle, aber auch für ihn war seine Zeit beim FCZ nach einem Spiel in Lausanne vorbei. 

Der 56-jährige Foda war gerade mal 83 Tage im Amt in der Limmatstadt. In dieser Zeit spielte seine Mannschaft acht Mal in der Super League. Kein einziges Mal konnte sie gewinnen. Damit ist Foda der erste FCZ-Coach in der Geschichte, der kein Super-League-Spiel gewinnen konnte. 

Keine News mehr verpassen

Mit dem täglichen Update bleibst du über deine Lieblingsthemen informiert und verpasst keine News über das aktuelle Weltgeschehen mehr.
Erhalte das Wichtigste kurz und knapp täglich direkt in dein Postfach.

(hua/nih/dma)

Deine Meinung

77 Kommentare