Emmanuel Mayuka: «Die Emotionen waren so stark, dass ich weinte»
Aktualisiert

Emmanuel Mayuka«Die Emotionen waren so stark, dass ich weinte»

Emmanuel Mayuka ist zurück in Bern, während in seiner Heimat Sambia noch gefeiert wird. Eine Woche nach dem Gewinn des Afrika-Cups freut sich der Stürmer, wieder für YB Tore zu schiessen.

von
Peter Berger

Der 21-jährige Emmanuel Mayuka hatte mit drei Toren massgeblichen Anteil am Erfolg von Sambia. Auch im Final gegen die Elfenbeinküste hatte der Angreifer im Penaltyschiessen die Nerven behalten.

Wie erlebten Sie die Feierlichkeiten zuhause in Sambia?

Emmanuel Mayuka: Bei unserer Ankunft wurden wir vom Präsidenten empfangen. Danach gab es überall Party und Empfänge. Wir mussten zeitweise von der Security in Sicherheit gebracht werden, weil die vielen Menschen so entzückt waren. Aber die Begeisterung ist verständlich, denn sie lieben den Fussball. Alle haben gesagt: Jetzt feiern wir und gehen eine Woche nicht zur Arbeit. Aber ich glaube, in Sambia feiern sie immer noch.

Der Präsident soll jedem Spieler eine Prämie von 45 000 Euro versprochen habe?

Davon weiss ich nichts.

Welches war Ihr emotionalster Moment während des Turniers?

Der Halbfinal. (Mayuka schoss Sambia mit dem 1:0 über Ghana in den Final, die Redaktion). So etwas hatte ich vorher noch nie erlebt. Die Emotionen waren so stark, dass ich weinte.

Sie hatten aber bei YB schon vorher gesagt, dass Sambia den Cup gewinnen könne.

Ja, wir sagten uns immer, dass wir das schaffen können. Aber man hat uns das nicht zugetraut. Doch man muss immer positiv denken, wenn man etwas erreichen will.

Welche Rolle spielte die Tatsache, dass 1993 das damalige sambische Nationalteam im Final-Ort Libreville bei einem Flugzeug-Absturz ausgelöscht wurde?

Dies hatte für uns eine grosse Bedeutung. Das war damals ein grossartiges Team. Sie hatten etwas angefangen, waren auf dem Weg, etwas Grosses zu erreichen. Wir haben uns gesagt: Das müssen wir jetzt zu Ende führen. Ich bin glücklich und stolz, dass wir das geschafft haben.

Der Afrika-Cup dürfte Ihnen zahlreiche Angebote eingebracht haben. Wie sehen Sie Ihre Zukunft?

Angebote kümmern mich nicht. Mein Job ist zu spielen. Und ich freue mich, dass ich dies am nächsten Samstag wieder mit YB gegen Luzern tun kann. Mein nächster Karriere-Traum ist, YB zu einem Titel zu verhelfen.

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