Marie-Therese Guggisberg: Die erste Frau der «Tagesschau» ist tot
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Marie-Therese GuggisbergDie erste Frau der «Tagesschau» ist tot

Sie war die erste Moderatorin in der «Tagesschau»-Hauptausgabe. Jetzt ist Marie-Therese Guggisberg im Alter von 71 Jahren gestorben.

von
ink
Marie-Therese Guggisberg arbeitete zwischen 1977 und 1987 fürs Radio und Fernsehen DRS  und war die erste Moderatorin in der Hauptausgabe der «Tagesschau». Sie bekam den Spitznamen «Das Blüüsli der Nation», denn sie trug immer eine Bluse. Sie moderierte die «Tagesschau» nur während eines Jahres.

Marie-Therese Guggisberg arbeitete zwischen 1977 und 1987 fürs Radio und Fernsehen DRS und war die erste Moderatorin in der Hauptausgabe der «Tagesschau». Sie bekam den Spitznamen «Das Blüüsli der Nation», denn sie trug immer eine Bluse. Sie moderierte die «Tagesschau» nur während eines Jahres.

Marie-Therese Guggisberg ist tot. Die erste Moderatorin der «Tagesschau» wird in einer Todesanzeige von Angehörigen und dem Stiftungsrat der Zürcher Radio-Stiftung verabschiedet. Die Bestattung soll im engsten Kreis stattfinden, steht darin.

Guggisberg verstarb im Alter von 71 Jahren. «Sie hat unser Gremium durch ihre grossherzige, originelle Art bereichert», so der Stiftungsrat in der «NZZ»-Anzeige vom Dienstag, dem 3. Februar.

Nach Fernsehen zum Radio

Obwohl sie die «Tagesschau» nur ein Jahr moderierte, blieb Guggisberg den Schweizern als erste weibliche Präsentatorin in Erinnerung. Ihren Spitznamen «Blüüsli der Nation» erhielt die Moderatorin, weil sie nie etwas anderes im Fernsehen trug. «Ich zog an, was mir richtig schien. Auf jeden Fall immer eine Bluse. Pullover fand ich nicht passend», sagte Guggisberg einst zum «Blick».

Mit ihrer TV-Präsenz konnte sie nach dem Job beim Fernsehen eine Karriere im Radio aufbauen. Später wurde sie Kommunikationsberaterin der SBB und waltete ab 1993 als Pressesprecherin der Rentenanstalt. Zuletzt arbeitete Guggisberg seit 2010 als Vizepräsidentin der Zürcher Radio-Stiftung.

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