Aktualisiert 13.08.2009 23:42

SauberkeitslabelDie ersten «weissen Schafe» sind ausgezeichnet

Neu erhältliche Hygiene-Testate zeigen, welche Zürcher Beizen und Cafés sauber arbeiten. Ein Run darauf ist bisher ausgeblieben.

von
Ljilja Mucibabic

Seit kurzem prangt neben dem Fenster, an dem die Kunden des Bellevue Deli bedient werden, ein Hygiene-Testat. Es belegt, dass in Werner Fischers Betrieb sauber gearbeitet wird. Hinter dem Zertifikat stehen diese vier Gastro-Verbände: Gastro Zürich City, Cafetier-Verband Zürich, Züri Beck und die Zürcher Hoteliers. Mit dem Sauberkeitslabel wollen die Verbände gegen ihr «Grüsel-Image» ankämpfen. Fischer ist einer von rund 100 Gastronomen in der Stadt, die ein solches Sauberkeitslabel beantragt haben. Um ein Testat zu erhalten, musste er Kopien der letzten zwei Lebensmittelinspektionen einreichen. «Ich habe nichts zu verbergen», meint Fischer. In der Stadt Zürich hätten zwischen 1600 und 1700 lebensmittelverarbeitende Betriebe Anrecht auf das Label. Weniger als 10 Prozent davon haben eines beantragt.

«Das sind längst nicht so viele, wie wir erwartet hatten», sagt Johanna Bartholdi, Geschäftsführerin des Schweizer Cafetier-Verbands. Dabei kommt das Zertifikat bei den Kunden sehr gut an, wie sich beim Bellevue Deli zeigt: «Ich bekomme immer wieder Komplimente für die Urkunde», freut sich Fischer.

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