LSD und Ecstasy gefunden: Die etwas andere Überraschung im Ei
Aktualisiert

LSD und Ecstasy gefundenDie etwas andere Überraschung im Ei

In einer gross angelegten Ermittlung hat die Waadtländer Kantonspolizei eine Drogenbande ausgehebelt. Ein Teil der Ware fand sie an einem überraschenden Ort.

Die Waadtländer Kantonspolizei hat im Raum Nyon ein Netz von Drogenhändlern ausgehoben. Gegen 80 Personen im Alter von 14 bis 57 Jahren wurden festgenommen. Mehrere Hanfplantagen wurden zerstört.

Ein Teil des Drogenhandels wurde von einem Schweizer Paar von seinem Domizil in Saint-Cergue aus betrieben. Das Duo im Alter von 20 und 21 Jahren versorgte Konsumenten aus der Region Nyon und Saint- Cergue mit Marihuana und anderen Drogen aus diversen Quellen, wie die Waadtländer Kantonspolizei am Dienstag mitteilte.

Eine der Verbindungen führte zu Bewohnern des Waadtländer Empfangszentrums für Asylbewerber in Nyon. Eine Indoor-Hanfplantage - finanziert von der Mutter eines Drogenkonsumenten - wurde in Saint- Cergue entdeckt, eine weitere unter freiem Himmel in Arzier. Deren Besitzer konnten jedoch nicht identifiziert werden.

Überraschung im Kühlschrank

Weiter stellte die Polizei bei einem 28-jährigen Bulgarien- Schweizer Ecstasy und LSD sicher. Er hatte die synthetischen Drogen, die er vor allem an Rave-Partys in der Gegend verkaufte, im Kühlschrank in grossen Kinderüberraschungseiern gebunkert, wie die Polizei schreibt.

Die Ermittlungen dauerten von Juni bis Dezember 2010. Die Polizei nahm insgesamt 76 Personen fest, gegen die nun ein Strafverfahren wegen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz eröffnet wird. Neben 87 Marihuana-Pflanzen und rund 180 Gramm Hasch beschlagnahmte die Polizei 76 Ecstasy-Pillen, 8 Portionen LSD, 110 Gramm Amphetamin sowie mehrere Gramm halluzinogene Pilze.

(sda)

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