Sitzengelassen und vergessen: Die etwas anderen Traumferien
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Sitzengelassen und vergessenDie etwas anderen Traumferien

Ferien sind die schönste Zeit des Jahres - aber nicht für alle. So manchen Pechvogel hat es auch in diesem Jahr beim Verreisen übel erwischt.

Komplett vergessen wurde zum Beispiel ein Zwölfjähriger von seinen britischen Eltern an einer Raststätte in Pratteln. Er sah Auto samt Wohnwagen nur noch verdutzt hinterher, berichtete die Polizei am Montag. Die Eltern bemerkten den Verlust jedoch recht rasch und sammelten ihren Filius wieder ein.

Deutlich schlechter erging es da in Deutschland einem 14- Jährigen, den sein Vater nach einem Streit in voller Absicht an einer bayerischen Autobahn zurückgelassen hatte - mit fünf Euro in der Tasche und 450 Kilometer von zu Hause entfernt.

Selbst Polizisten mühten sich zunächst vergeblich, den erzürnten Erziehungsberechtigten zur Umkehr zu bewegen. Wahrscheinlich hätte der 14-Jährige es irgendwann und irgendwie auch ohne Hilfe geschafft: Sein Vater hatte ihn von einem Überlebenstraining abgeholt.

Ziel klar verfehlt

Sitzengelassen wurde auch eine Frau an der Autobahn bei Geisingen in Baden-Württemberg. Ihr Freund sei auf und davon, erklärte die Belgierin am Sonntagabend der Polizei. Sie habe versucht, per Anhalter zurück nach Hause zu gelangen, sei aber gescheitert. Die Beamten setzten die 44-Jährige auf einem Rasthof ab, von wo aus sie ihre Mutter aktivierte.

Gemeinsam kam zwar ein Paar aus Italien an, es verfehlte sein Ziel aber um gut 17 000 Kilometer. Statt die australische Metropole Sydney erreichten die beiden Italiener vor einigen Tagen eine kanadische Stadt gleichen Namens. Schuld sei das Reisebüro des Paares, berichtete ein kanadischer Nachrichtensender. Für den 26- Jährigen und seine 25 Jahre alte Freundin sei es die erste Reise ausserhalb Europas gewesen.

Zwei Tage auf und ab

Auch in Europa sind noch Abenteuer möglich. Christoph Fuhrbach, der als Referent im Bischöflichen Ordinariat in Speyer arbeitet, will einen Rekord brechen: Mehr als 20 049 Höhenmeter will er in 24 Stunden auf dem Fahrrad überwinden, und zwar am 24. und 25. Juli in der Schweiz.

Ausgesucht hat sich der 39-Jährige eine 1,8 Kilometer lange Strecke bei Basel, durchschnittliche Steigung: zehn Prozent. «Diese Strecke werde ich immer wieder, Tag und Nacht, hinauffahren.» Die Vorstellungen von gelungenen Ferien sind eben vielfältig.

(sda)

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