Alle Nummern 1: Die exklusivste Runde im Männertennis
Aktualisiert

Alle Nummern 1Die exklusivste Runde im Männertennis

So viele Topspieler haben wohl noch nie in einem Raum gesessen: Bei einer Ehrung kam fast alles mit Rang und Namen. Für den Spruch des Abends sorgte aber nicht der beste Spieler.

von
bro

Drei Tage vor Beginn des US Open ehrt die ATP alle Nummern 1 seit Einführung der Weltrangliste. 19 von 25 Spielern sind im Waldorf Astoria von New York präsent.

Genau vor 40 Jahren, am 23. August 1973, war Ilie Nastase die erste Weltnummer 1. Der rumänische Showman und einstige Hitzkopf erwies sich als Stimmungskanone und ging vor Roger Federer und Rafael Nadal, die trotz namhafter Konkurrenz am meisten Applaus erhielten, in die Knie. Auf Nastase folgten 24 weitere Spieler, 16 davon beendeten mindestens ein Jahr als Nummer 1. Sie alle nahmen auf der Bühne Platz und wurden mit einem Pokal, respektive einer Kristallkugel geehrt.

Eine Ehre, der schlechteste Spieler hier zu sein

Besonders gelobt wurde von den Altstars das aktuelle Führungstrio mit Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic. Stellvertretend hierfür der Australier John Newcombe, 1974 die Nummer 1: «Es ist unglaublich, wie diese drei das Tennis tragen.»

Im Ballsaal des noblen Waldorf Astoria waren einer Vision des in diesem Jahr nach schwerer Krankheit verstorbenen ATP-CEO Brad Drewett folgend so viele aktuelle und ehemalige Top-Spieler versammelt wie wohl noch nie in der Tennisgeschichte. Für den Spruch des Abends sorgte in diesem Zusammenhang Andy Roddick: «Ich meine es wirklich so. Es ist eine Ehre, der schlechteste Spieler in diesem Raum zu sein.»

Neben allen jenen Spielern, die einmal das Ranking angeführt hatten, sassen auch in den Zuschauerreihen zahlreiche Prominente, von Michael Stich über Richard Krajicek, Albert Costa und Jonas Björkman bis hin zu Alex Corretja. Etwas überraschend war, dass unmittelbar vor Beginn des US Open die US-Superstars Pete Sampras und Andre Agassi fehlten. Neben ihnen blieben von den früheren Nummern 1 nur noch Boris Becker, Thomas Muster, Patrick Rafter und Marat Safin dem Anlass fern. (bro/si)

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