Aktualisiert 20.03.2011 21:07

St. Gallen«Die Expo ist eine riesige Chance für die Region»

Die Expo Bodensee-Ostschweiz 2027 ist am Entstehen. Der künstlerische Direktor der Expo.02, Martin Heller, lobt den Mut der Regierungen und rät zu einem schnellen Konzept.

von
Simon Städeli
Das Wahrzeichen der Arteplage der Expo.02 in Yverdon-les-Bains war eine begehbare Wolke. Foto: key

Das Wahrzeichen der Arteplage der Expo.02 in Yverdon-les-Bains war eine begehbare Wolke. Foto: key

«Die Landesausstellung 2027 ist für die ganze Ostschweiz eine riesige Chance», sagt Martin Heller. An der Expo.02 im Seeland amtete der Basler als künstlerischer Direktor und kennt sich mit der Durchführung einer Landi bestens aus. Er rät: «Jetzt muss so schnell wie möglich ein stichhaltiges Konzept her.» Eine Expo sei eine Erfindung – und diese müsse nun gemacht werden. «Jedoch nicht von der Politik, sondern von kreativen Köpfen. Je fantasievoller, desto besser», so Heller. Dabei müsse man ­radikal vorgehen, denn in der Schweiz werde «sowieso alles abgeschwächt».

Mit der Expo.02 ist der 58-Jährige hochzufrieden, obwohl ein 690-Millionen-Defizit zu Buche stand. «Die Hälfte aller Schweizer haben die Expo besucht – das schafft kein anderer Anlass. Und die Zufriedenheit war hoch», so Heller. Für die Ostschweiz hat er noch einen besonderen Ratschlag bereit: «Im nahen Ausland liegt viel Potenzial. Dort muss die Zusammenarbeit gesucht werden.» Der wichtigste Punkt ist für Heller aber die Zustimmung der Bevölkerung. «Nur wenn das Volk hinter der Landi steht, kann es auch klappen», so ­Heller. Die Durchführung sei eine Mammutaufgabe mit einer grossen Gefahr: «Bis 2027 vergeht viel Zeit. Die Energie muss über zwei Jahrzehnte aufrechterhalten werden.»

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