Finanzkrise: Die EZB schliesst mehr Regulierung nicht aus
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FinanzkriseDie EZB schliesst mehr Regulierung nicht aus

Die Europäische Zentralbank (EZB) erwägt eine engere Regulierung des europäischen Finanzsektors. Die Regulierung müsste allerdings von sämtlichen EU-Mitgliedsstaaten gebilligt werden.

Das Abkommen zur Gründung der Bank aus dem Jahre 1998 lasse solche Massnahmen ausdrücklich zu, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Freitagabend bei einer Konferenz in Paris zum Thema «Die Zukunft des Kapitalismus». Die EZB-Richtlinienabteilung arbeite an einem Entwurf für etwaige neue Regeln. Über eine Umsetzung werde das Direktorium entscheiden.

Einzelheiten nannte Trichet nicht. Laut dem Maastricht-Vertrag aus dem Jahre 1992 kann die Bank «spezielle Aufgaben» für die Überprüfung von Finanzinstituten übernehmen. Eine grössere Aufsichtsfunktion müsste jedoch von der EU-Kommission beantragt und vom Europäischen Parlament sowie den 27 EU-Mitgliedstaaten gebilligt werden. (dapd)

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