Energiepolitik: Die FDP steht vor einer Kehrtwende
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EnergiepolitikDie FDP steht vor einer Kehrtwende

In der Energiepolitik scheint die FDP einen neuen Kurs zu fahren. Ein Bonus-Malus-System für Stromlieferanten soll eingeführt werden. Die Grünliberalen sind nicht erfreut.

von
feb
Nationalrat Ruedi Noser.

Nationalrat Ruedi Noser.

Der Freisinn steht vor einer energiepolitischen Kehrtwende: Nationalrat Ruedi Noser will ein Bonus-Malus-System für Stromlieferanten. Der Staat schreibt den Konzernen vor, wie viel Strom sie jährlich verkaufen dürfen – wer seinen Kunden weniger Energie verkauft, erhält einen Bonus; wer mehr liefert, zahlt eine Strafsteuer.

Zurzeit sammelt die Partei Vorschläge, die am nächsten Mittwoch vorgestellt werden. Die Lösungen sollen später dem Wähler präsentiert werden, sagt Parteichef Fulvio Pelli im Interview mit der «Sonntags Zeitung». Weitere Massnahmen sind die Verpflichtung der Energiebranche, erneuerbare Energien zu liefern und ein vollständig indvidualisierter Strommarkt.

Martin Bäumle, der Chef der Grünliberalen Partei (GLP) schiesst auf den FDP-Präsidenten: «Ihm geht es manchmal wirklich schlecht.» Es sei «schwierig, Präsident einer grossen Partei zu sein, wenn es bergab geht.»

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