Botschafter des CH-Sports: Die «Federers» on Ice

Aktualisiert

Botschafter des CH-SportsDie «Federers» on Ice

Roger Federer ist der beste Botschafter der Schweiz. Doch nun hat der Tennis-Star Konkurrenz von der Silber-Nati.

von
Marcel Allemann

Was das Schweizer Wunder-Team in den letzten zweieinhalb Wochen geleistet hat, diesen Teamspirit, den es ausstrahlte, diese Begeisterung, welche es im Land weckte. Das ist einmalig, das gab es in dieser Sportart noch nie. Es sind 26 Helden geboren, 26 Eisheilige, 26 Legenden, die in Zukunft sogar über ihr eigenes Leben hinaus mit der WM in Stockholm 2013 in Verbindung gebracht werden. «Es ist unser Ziel, Eishockey zur Sportart Nummer 1 in der Schweiz zu machen», sagt Verbandspräsident Marc Furrer, «und dieses Team hat uns den Weg dazu geebnet.»

Mit seiner einzigartigen Tenniskarriere tingelt Roger Federer seit Jahren als bester Botschafter für die Schweiz um die Welt. Nun gibt es ein Schweizer Team, das auf höchster Erwachsenenebene grosse Ehre für unser Land eingelegt und weit über die Grenze hinaus mit den neun Siegen in Stockholm für Bewunderung gesorgt hat. Spätestens beim WM-Final gegen Schweden hat man wohl sogar in den USA gemerkt, dass die Schweiz nicht Schweden ist...

Nach zwei, drei Bieren kam die Freude

Die Schweiz war trotz dem mit 1:5 verlorenen Final wegen den 26 «Federers» on Ice im Freudentaumel. Nur die Helden selbst waren zunächst nicht happy. «Diese Medaille hat die falsche Farbe, ich wollte die goldene», sagte Mathias Bieber. Captain Mathias Seger versteckte sein Silber nach dem Spiel tief unter seinem Trikot: «Ich mag sie im Moment nicht sehen. Die Enttäuschung ist zu gross.» Erst als man die Globen-Arena verliess und gemäss Philippe Furrer «zwei, drei Bierchen trank», kam die Freude und der Stolz über das Erreichte allmählich zurück. Und spätestens beim überwältigenden Empfang am Flughafen wurde allen bewusst, dass sie Einmaliges geleistet haben.

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