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1 Milliarde GewinnDie Fifa als Geldmaschine

In 80 Jahren hat sich die Fussball-WM zur Geld-Druckmaschine entwickelt. Die Fifa erwartet für das Turnier in Südafrika eine Milliarde Franken Gewinn.

von
SI
Vor Kameras und Werbebanden: Fabio Grosso verwandelt im WM-Final 2006 den entscheidenden Elfer. (Keystone)

Vor Kameras und Werbebanden: Fabio Grosso verwandelt im WM-Final 2006 den entscheidenden Elfer. (Keystone)

1928 entschieden die Vertreter der damals 41 Mitgliedstaaten des Fussball-Weltverbandes Fifa in Amsterdam die Einführung einer Weltmeisterschaft im Vierjahreszyklus. Bei der Geburt des Turniers, das 1930 in Uruguay erstmals stattfand, lautete die Hauptdevise noch: Geld und Sport sollen nicht vermischt werden.

Doch nach dem Zweiten Weltkrieg begann die WM Schritt für Schritt zum grossen Event zu werden. 1950 waren erstmals mehr Länder an einer Teilnahme interessiert, als Startplätze vorhanden waren. Vier Jahre später beim Turnier in der Schweiz gab es eine TV-Übertragung, und die Sport-Ausrüster begannen den Wert des Sponsorings zu erkennen.

Heute ist die WM gemessen am Zuschauerinteresse zur grössten Sportveranstaltung der Welt geworden. 2006 verfolgten 26,29 Milliarden Menschen die Spiele am Fernsehen. In Südafrika wird die Fifa rund 3,3 Milliarden Franken umsetzen, die Haupteinnahmequelle für den Weltverband sind dabei die TV-Rechte. Am Ende dürfte für die Fifa 1 Milliarde Franken an Gewinn übrigbleiben.

Auch die 32 Teilnehmer kommen nicht zu kurz. Gegenüber Deutschland 2006 wurden die Preisgelder um über 60 Prozent auf 420 Millionen Franken erhöht. Der Sieger erhält 30 Millionen, ein Ausscheiden in der Vorrunde bringt immerhin 9 Millionen. Und selbst die Vereine werden für die Abstellung ihrer Spieler mit rund 1500 Franken pro Tag und Spieler entschädigt.

Die WM ist definitiv zur Geldmaschine geworden. Das Turnier ist für 650 Millionen Franken versichert. (SI/20 Minuten)

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