Reissleine gezogen: Die Flaute wurde Vogel zum Verhängnis

Aktualisiert

Reissleine gezogenDie Flaute wurde Vogel zum Verhängnis

Knall beim FCB: Der Schweizer Meister entlässt Trainer Heiko Vogel trotz Vertrag bis 2014. Sein Nachfolger wird Murat Yakin.

von
Andy Huber

Nach dem bescheidenen Saisonstart muss Trainer Heiko Vogel trotz Vertrag bis 2014 seine Koffer packen. Die Basler Führungsetage hat die Länderspielpause dazu genutzt, um über die Bücher zu gehen.

Der schlechte Saisonstart beim Tabellenvierten der Super League mit nur 21 Punkten aus 12 Spielen und acht Zähler Rückstand auf Leader GC sowie das Ausscheiden in der Qualifikation zur Champions League und der unbefriedigende Start in die Gruppenphase zur Europa League sind Vogel zum Verhängnis geworden. Der 36-jährige Deutsche, der bis Oktober 2011 Assistenztrainer am Rheinknie war und dann die Nachfolge von Landsmann Thorsten Fink (wechselte zum Hamburger SV) antreten durfte, feierte mit den Baslern zwar in der letztjährigen Champions League unter anderem mit dem Sieg gegen Manchester United schöne Erfolge und holte neben dem Meistertitel auch den Cupsieg, aber diese Saison wurde seine Mannschaft den hohen Ansprüchen in Basel bisher nicht gerecht. Immerhin darf er sich über eine schöne Abfindung freuen, da sein Kontrakt noch zwei Jahre läuft.

Yakin übernimmt

Als Nachfolger von Vogel hat der FCB Murat Yakin bestimmt. Der ehemalige Schweizer Internationale (50 Länderspiele) kennt die Verhältnisse bei seinem Stammklub bestens, spielte dort als Aktiver von 2000 bis 2006. Und da der 38-jährige Murat Yakin Mitte August beim FC Luzern freigestellt wurde, ist er zudem ablösefrei zu haben. Für den grossen Bruder von Hakan spricht auch, dass er die Stars wie Captain Marco Streller und Topskorer Alex Frei aus seiner Aktivzeit und aus dem Nationalteam bestens kennt und bei diesen auch eine hohe Akzeptanz geniesst. Und es ist auch kein Geheimnis, dass er bereits nach dem französischen Abgang von Fink zum HSV ganz oben auf der Wunschliste von Basel-Präsident Berhard Heusler stand, jedoch damals beim FC Luzern blockiert war.

Als Trainer hat Murat Yakin in seiner bisherigen sechsjährigen Amtszeit einen starken Leistungsausweis vorzuweisen. Mit dem FC Thun stieg er 2010 in die Super League auf, den FC Luzern führte er letzte Saison auf den hervorragenden, zweiten Tabellenrang und somit auf Europas Fussball-Bühne.

Heiko Vogel spürt erstmals Gegenwind

Viel Zeit zur Angewöhnung bleibt Murat Yakin nicht: Bereits am Sonntag trifft der Meister ausgerechnet auf seinen Ex-Klub FC Luzern, der sich seit seinem Abgang unter Trainer Ryszard Komornicki keineswegs verbessert hat.

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