Rekorde, Rekorde, Rekorde: Die Football-Saison der Bestleistungen
Aktualisiert

Rekorde, Rekorde, RekordeDie Football-Saison der Bestleistungen

Am ersten NFL-Spieltag schafft Peyton Manning sieben Touchdowns. Nun gewinnt er gegen seinen Bruder und stellt einen weiteren Rekord ein. Und auch Aaron Rogers hat einen guten Tag.

von
Adrian Hunziker

Die aktuelle NFL-Saison könnte eine ganz spezielle werden: eine der Rekorde, der Überraschungen und der Enttäuschungen. Begonnen hat es vor einer Woche, als Peyton Manning, seines Zeichens Superbowl-Sieger und derzeit Quarterback der Denver Broncos, im ersten Saisonspiel sieben Touchdowns erzielte. Am Sonntag traf der 37-Jährige auf seinen jüngeren Bruder Eli. Dieser ist ebenfalls Quarterback – von den New York Giants. Übrigens war Vater Archie nicht sehr überraschend ebenfalls Quarterback in der NFL.

Und wieder kam es zu einem spektakulären Spiel. Das Spiel war zur Pause ausgeglichen -10:9 führten die Broncos. Ähnlich wie im ersten Spiel steigerte sich Denver und gewann letztlich 41:23 gegen die Giants. Peyton führt somit im internen Duell gegen seinen Bruder Eli mit 3:0. «Für mich ist das ein komisches Gefühl. Ich kann es nicht ganz so gut geniessen, wie wenn ich jemand anderes besiege», sagte Peyton nach seinem Sieg gegen Eli.

Über 60'000 Yards

Zu den Rekorden: Peyton warf beim Sieg zwei Touchdowns und hat nun in zwei Spielen deren neun. Damit führt er die Liste der besten Quarterbacks in der aktuellen Saison an. Ausserdem ist der 37-Jährige erst der dritte Spieler, der in seiner Karriere Pässe über 60'000 Yards angebracht hat. Zuvor war das nur Dan Marino und Brett Favre gelungen. Und es geht noch weiter: Die Denver Broncos haben mit diesem Sieg in New York einen vereinsinternen Rekord von sieben aufeinanderfolgenden Auswärtssiegen eingestellt.

Die Broncos haben beim Saisondebüt 49 Punkte erzielt und am Sonntag 41. Doch was die weiteren Gegner neben dieser Offensiv-Power noch mehr erschrecken muss, ist der Fakt, dass sich die Denver-Offensive noch steigern kann. Denn das Team aus dem Staat Colorado spielte keineswegs fehlerlos: Pässe wurden nicht gefangen und es gab Ballverluste. Man kann also gespannt sein, welche Rekorde Peyton Manning und seine Mannen in der nächsten Partie gegen die Oakland Raiders aufstellen werden.

480 Yards in einem Spiel

Doch nicht nur Peyton Manning ist gut drauf. Auch Aaron Rodgers, Quarterback der Green Bay Packers, zeigt am Wochenende eine eindrucksvolle Leistung gegen die Washington Redskins. Anders gesagt: Es folgt ein weiterer Rekord. Zwar ist es «nur» ein persönlicher, aber nichtsdestotrotz ein eindrücklicher. Rodgers wirft Pässe über 480 Yards (rund 439 Meter). Das ist für den 29-Jährigen eine Karrierebestleistung.

Mit dieser Performance und dem lockeren 38:20-Sieg gegen Washington stellt er auch seinen Gegenüber in den Schatten. Dabei handelt es sich um keinen Geringeren als RG3. Das ist das Kürzel für den Quarterback der Redskins, Robert Griffin III, einem der zukünftigen Superstars. Griffin ist erst 23 Jahre alt und überzeugt durch seinen attraktiven Spielstil. Aber gegen Rodgers hatte er am Sonntag keinen Stich.

Die Schreihälse aus Seattle

Zum Schluss gibt es noch eine Bestleistung zu erwähnen. Dieses Mal sind aber nicht Spieler dafür verantwortlich, sondern Fans. Die Zuschauer der Seattle Seahawks sind bekannt dafür, dass sie viel Lärm machen. Dieses Mal übertrafen sie alles Unvorstellbare. Denn die Fans schrien ihr Team zu einem Sieg gegen die San Francisco 49ers in einer Lautstärke, wie nie ein Publikum zuvor. In Zahlen ausgedrückt: 131,9 Dezibel. So laut war es im Stadion, als der Seattle-Defensive Lineman Michael Bennett den 49ers-Quarterback Colin Kaepernick im ersten Viertel zu Boden riss.

Den Fans ist somit ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde sicher. Den Höchstwert stellten zuvor die Zuschauer des Fussball-Derbys zwischen Galatasaray und Fenerbahce im Ali Sami Yen-Stadion in Istanbul auf. Die Türken schrien 2011 mit 131,76 Dezibel. Ach ja, übrigens gewannen die Seahawks 29:3 gegen die 49ers - und das war kein Rekord...

So laut sind die Seattle Seahawks-Fans. (Quelle: Yotube)

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