Auto zwischen Bahnschranken - «Die Frau im Auto hatte Panik»
Publiziert

Auto zwischen Bahnschranken«Die Frau im Auto hatte Panik»

Bei einem Bahnübergang in Sarnen ist am Montag ein Auto zwischen den Schranken eingeklemmt worden. Der Zug konnte rechtzeitig anhalten.

von
Gianni Walther
1 / 3
Gegen 09.30 Uhr am Montag wurde ein Auto beim Bahnhof Sarnen zwischen den Schranken eingeklemmt.

Gegen 09.30 Uhr am Montag wurde ein Auto beim Bahnhof Sarnen zwischen den Schranken eingeklemmt.

News-Scout
«Mehrere Leute wollten helfen und haben der Dame zugerufen, dass sie raus soll, auch ich», sagt News-Scout Claude Heini.

«Mehrere Leute wollten helfen und haben der Dame zugerufen, dass sie raus soll, auch ich», sagt News-Scout Claude Heini.

News-Scout
Direkt beim Bahnübergang befindet sich ein Fussgängerstreifen. Weil Fussgänger über den Streifen liefen und ein voranfahrendes Auto den übrigen Verkehr passieren liess, blieb das Auto laut dem News-Scout stecken.

Direkt beim Bahnübergang befindet sich ein Fussgängerstreifen. Weil Fussgänger über den Streifen liefen und ein voranfahrendes Auto den übrigen Verkehr passieren liess, blieb das Auto laut dem News-Scout stecken.

Google Street View

Darum gehts

  • Beim Bahnübergang Kernserstrasse in Sarnen ist am Montagmorgen ein Auto zwischen den Bahnschranken stecken geblieben.

  • Passantinnen und Passanten eilten der eingeklemmten Autofahrerin zu Hilfe.

  • Der herannahende Zug konnte rechtzeitig anhalten.

Brenzlige Situation nahe des Bahnhofs Sarnen am Montag: Gegen 9.30 Uhr wurde dort eine Autofahrerin zwischen den Bahnschranken eingesperrt. «Er war ein ‹Verkehrspuff›, als ich vorbeigekommen bin», sagt News-Scout Claude Heini. Beim Bahnübergang hat es Seitenstrassen, die in die Kernserstrasse münden. Weiter führt dort ein Fussgängerstreifen über die Strasse. «Wenn dort viel läuft, sind die Strassen oft verstopft. Heute stand nun ein Auto auf den Gleisen, als die Schranken sich senkten», so Heini. Dies sei passiert, weil Fussgängerinnen und Fußgänger über den Streifen liefen und ein voranfahrendes Auto den übrigen Verkehr passieren liess.

Sicht für Lokführer gut

«Die Frau im Auto hatte Panik. Sie wollte mit dem Auto nach vorne oder zurück, aber das ging nicht», sagt Heini. «Mehrere Leute wollten helfen und haben der Dame zugerufen, dass sie raus soll, auch ich.» Eine Frau habe Ausschau gehalten, ob der Zug herannaht, und gewinkt. Die Sicht dort ist laut Heini für die Lokführer gut. «Dann ist ein Bahnmitarbeiter gekommen und hat telefoniert. Die Situation hat sich dann beruhigt», sagt er. Die Bahnschranken seien schliesslich geöffnet worden, um das Auto für den Verkehr durchzulassen. «Dann habe ich die Polizeisirenen gehört.»

Die Situation vor Ort ist laut dem News-Scout «unglücklich», wie er sagt. Er selbst wurde auch schon einmal fast mit dem Auto zwischen den Schranken eingeklemmt. Es könne vorkommen, dass «Fussgängerinnen und Fußgänger einfach über die Strasse laufen. Dann müssen die Autos stehen bleiben. Ich musste dann auch hupen und Gas geben, damit ich rechtzeitig wegkonnte. Vielleicht muss zuerst etwas passieren, bevor die Situation verbessert wird.»

Fahrzeuge schliessen oft zu früh auf

«Wir haben das Aufgebot erhalten und sind ausgerückt. Bereits während des Ausrückens kam jedoch die Meldung, dass das Fahrzeug wieder wegfahren konnte», sagt Martin Kathriner, Leiter der Verkehrs- und Sicherheitspolizei Obwalden. «Der Bahnhofvorstand konnte die Züge informieren und die Schranken wieder öffnen.»

«Die Problematik ist immer die gleiche: Die Leute schliessen zu früh auf. Sie müssten vor dem Bahnübergang warten, bis der Bereich auf der anderen Seite frei ist und erst dann losfahren», sagt Kathriner. «Das ist eine Problematik, die an Bahnübergängen vorkommt, ähnlich wie auch im Kreisverkehr. Meines Wissens gab es in den letzten 20 Jahren dort aber keinen Vorfall, bei dem ein Auto nicht mehr rechtzeitig wegkonnte.» Mit den akustischen Signalen und blinkenden Lichtern beim Übergang reiche die Zeit in der Regel aus.

Gemäss Thomas Keiser, Mediensprecher der Zentralbahn, war die S5 betroffen. Diese hält beim Bahnhof Sarnen-Nord, der rund 800 Meter vom Bahnhof Sarnen entfernt ist. «Die Züge beschleunigen dort nicht stark, entsprechend kann man rechtzeitig bremsen. Die Strecke ist dort ist übersichtlich», so Keiser. Solche Situationen können laut Keiser vorkommen, auch andernorts. Der betroffene Zug hatte wegen des Vorfalls eine «leichte Verspätung, sonst kam es zu keinen Verzögerungen.»

Etwas gesehen, etwas gehört?

Schick uns deinen News-Input!

Speichere unseren Kontakt im Messenger deiner Wahl und sende spannende Videos, Fotos und Dokumente schnell und unkompliziert an die 20-Minuten-Redaktion.

Handelt es sich um einen Unfall oder ein anderes Unglück, dann alarmiere bitte zuerst die Rettungskräfte.

Die Verwendung deiner Beiträge durch 20 Minuten ist in unseren AGB geregelt: 20min.ch/agb

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

9 Kommentare