Aktualisiert 16.02.2005 11:08

«Ray»Die Freuden und Leiden des Ray Charles

Ein Leben für die Musik: Jamie Foxx spielt die Soullegende Ray Charles, die so brav gar nicht war, wie es auf den ersten Blick scheint.

Ray Charles war jener Mann, der in den 50er-Jahren den Sex des Rock'n'Roll in den Gospel einbrachte, damit den Soul miterfand und weltberühmt wurde. Im Juni letzten Jahres verstarb der blinde Musiker im Alter von 73 Jahren. Schauspieler Jamie Foxx lässt die Soullegende im Film «Ray» von Taylor

Hackford nun wieder aufleben. Und wie. Denn er ist die perfekte Besetzung – Foxx ist Ray Charles.

Charles wuchs in ärmsten Verhältnissen auf und verlor als kleiner Junge das Augenlicht nach einer Krankheit. Sein Piano-Talent, seine Offenheit gegenüber Country-Musik («Ich liebe Countrysongs, weil sie Geschichten erzählen») und sein enormer Mut brachten den schwarzen Musiker ins Geschäft. Hits wie «I've Got a Woman», «Georgia on My Mind», «Unchain My Heart» oder die Interpretation von «I Can't Stop Loving You» machten Ray Charles zum Star.

Das Biopic «Ray» zeigt auch die unbequemen Seiten von Charles' Leben: Sein Bruder kam im selben Jahr, als Ray erblindete, bei einem Unfall ums Leben. Schuldgefühle und Traumata sind in Rays Gedächtnis fortan fest verankert. Langjährige Heroinsucht, unzählige Frauengeschichten und daraus resultierende Eheprobleme und natürlich die Blindheit (man wollte ihn oft hintergehen) machten ihm das Leben schwer.

«Ray» ist solide, teilweise auch packend gemacht, gibt einen Einblick in die Soulszene von damals und vermittelt natürlich starke Musik.

(sda)

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