Aktualisiert 10.08.2010 22:10

St. GallenDie Führung des FCSG wird entschlackt

Beim FC St. Gallen sollen weniger Personen mitreden: Damit kommt man einer Forderung von Fans und Grossaktionär Edgar Oehler entgegen.

von
Sascha Schmid
Fans und Aktionär Edgar Oehler haben gesiegt: Die Führung des FCSG wird entschlackt. (Bild: Sascha schmid)

Fans und Aktionär Edgar Oehler haben gesiegt: Die Führung des FCSG wird entschlackt. (Bild: Sascha schmid)

Beobachtern ist das Konstrukt um den FCSG seit langem ein Dorn im Auge. Die Betriebs AG (BAG) ist für die Administration zuständig. Mit den Einnahmen aus Eintritten und Sponsoren zahlt sie die FC St. Gallen AG, die sich um den Spielbetrieb kümmert. «So ein Klub kann nicht von zwei Gremien geführt werden», sagt Grossaktionär Edgar Oehler, Chef der AFG-Holding, die die Namensrechte am Stadion hält. «Es muss ein einziges Gremium geben, das den Laden führt.» Dieser Meinung sind auch viele Fans. «Das ganze Konstrukt war stets ein Thema. Kritik wurde vor allem an einzelnen Personen geübt, die in der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat der BAG sitzen», so Michael Blatter vom Dachverband 1879. Die Personen waren bereits vor dem Abstieg des FCSG an den Schalthebeln. «Diese Rammlerböcke müssen abgeschossen werden», sagt Oehler dazu.

Beim FC St. Gallen hat man die Kritik nun gehört. «Wir wollen die Struktur verein­fachen», sagt FCSG-Präsident Michael Hüppi. Er spricht von Entschlackung und Vereinfachungen in der Führung. Ob die unbeliebte BAG verschwinden wird, will er aber nicht sagen. «Wir sind relativ weit, doch noch ist nichts spruchreif», so Hüppi. «Ich bin überzeugt, dass es jetzt klappt», sagt Oehler.

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