Wetter in der Schweiz - Der Samstag verspricht perfektes Wander-, Badi- und Grillwetter

Wetter in der SchweizDer Samstag verspricht perfektes Wander-, Badi- und Grillwetter

Der Sommer hält am Wochenende noch einmal Einzug – überall ist mit sommerlich warmen Temperaturen zu rechnen. Alle News zum Wetter gibt es hier im Ticker.

von
Newsdesk
Hagel und Sturm in Tenero auf Campingplatz

Video: 20min/News-Scout

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Samstag, 21.08.2021

«Herrliches Sommerwetter»

Das vorletzte August-Wochenende zeigt sich von seiner sommerlichen Seite – und das in der ganzen Schweiz. Im Süden werden 30 Grad erwartet, auf der Alpennordseite liegen die Temperaturen knapp darunter. Perfektes Wander-, Badi- und Grillwetter, verspricht SRF Meteo.

Einzig am Abend ist in den Tessiner Bergen und im Engadin laut Meteonews Platzregen nicht auszuschliessen.

Montag, 16.08.2021

«Stahlrohre wie Butter verbogen»

Auch News-Scout B. W. befindet sich mit seiner Familie auf dem Campingplatz von Tenero TI. Und auch er spricht von der Geschwindigkeit, mit der der Sturm die Gäste überraschte. «Ich hatte mit grad hingesetzt mit einem Bier, da fing es schon an zu regnen. Plötzlich kam der Hagel wie eine Wand, wie ein Sandsturm auf uns zu», sagt W. Weiter unten am See habe es sehr stark gestürmt, sagt er.

Wie die Tessiner Kantonspolizei meldet, sei dabei eine 36-jährige Frau aus dem Kanton Bern lebensgefährlich verletzt worden. «Es wurden riesige Bäume entwurzelt», erzählt B. W. Bei ihm wurden die beiden Zelte auf dem Vorplatz zerstört. «Die Stahlrohre haben sich wie Butter verbogen», so W. Auch das Zelt sei zwar vom Regen «richtig runtergedrückt» worden. Trotzdem bleibt die Familie jetzt dort - zumal «erst alles trocknen muss».

«Es kam zu schnell»

News-Scout S. L. macht mit der Familie auf dem Campingplatz in Tenero TI Ferien. Am Montagnachmittag wurde der Ort von einem so starken Sturm überrascht, dass fünf Personen verletzt wurden. «Während einer Viertelstunde hat es fest gewindet, dann regnete es noch, aber es war wieder ruhig.»

Die Gäste und das Personal waren gar nicht vom Unwetter gewarnt worden. «Es kam zu schnell, da hätte man niemand mehr warnen können», sagt S. L. zu 20 Minuten.

20min/News-Scout

Der Wind habe vor allem die Zelte auf den Vorplätzen der Wohnwagen zerstört. «Viele Dächer sind kaputt, aber Wohnmobile sind noch ganz.» Eine Person auf dem Campingplatz sei am Kopf verletzt worden. Sie wurde vom Sanitätspersonal betreut.

Auf dem benachbarten Campingplatz war die Situation dramatischer: Dort wurde eine Frau schwer am Bein verletzt, sie befindet sich in Lebensgefahr. Gemäss Tessiner Polizei handelt es sich beim Opfer um eine 36-Jährige aus dem Kanton Bern.

20min/News-Scout

Familie L. hatte Glück, alle Mitglieder seien gesund. Einen Grund zum Gehen sieht sie nicht: «Wir bleiben, jetzt gibt es wieder einen strahlenden blauen Himmel.»

20min/News-Scout

5 Verletzte nach Sturm

Kurz vor 16 Uhr gab es wegen eines heftigen Sturmes auf einem Campingplatz in der Via Mappo in Tenero eine schwer verletzte Person. Das teilt die Tessiner Kantonspolizei mit. Ein Wohnmobil mit Aussenzelt wurde dabei von einem umgestürzten Baum getroffen.

In der Folge wurden vier Personen leicht verletzt. Eine Frau erlitt schwere Verletzungen am Bein und befindet sich in Lebensgefahr.

Die fünf Verletzten wurden ins Spital transportiert.

20min/News-Scout

Es sah aus «wie im Dezember»

Das Wetter im Tessin spielt verrückt: Am Montagnachmittag hat ein heftiges Hagelgewitter die Ortschaft Cavergno in der Nähe von Cevio überrascht. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Landschaft plötzlich weiss. «Für einige Momente sahen die Dorfstrassen wie im Dezember aus», sagt ein News-Scout zu 20 Minuti. «Alles wurde weiss, ich hatte zehn Minuten lang Angst», sagt er.

20min/News-Scout

«So etwas habe in den letzten 45 Jahren noch nie gesehen», meint Germano Mattei, Koordinator der Bewegung Montagna Viva. Er selber lebt in Cavergno und schaut verzweifelt auf seinen Garten. Seine Weinreben seien kaputt, auch die Blumen.

20min/News-Scout

Die Strasse vor seiner Haustüre «sah wie ein Fluss aus». Nach einigen Minuten war der Spuk vorbei. «Danach schien wieder die Sonne.»

20min/News-Scout

Heftige Unwetter im Tessin

Im Tessin haben Starkregen, Sturmböen und Hagel viel Schaden angerichtet. Im Raum Locarno stürzten Bäume auf Autos, auf dem Campingplatz in Tenero wurden die Camper vom Sturm überrascht:

Hagel und Sturm in Tenero auf Campingplatz

Video: 20min/News-Scout

Wetterwarnung

Der Schweizer Wetteralarm und Meteo News kündigen erneut heftige Gewitter an. In den Kantonen Aargau, Zürich und Graubünden ist mit Sturmböen, Hagel und Starkregen zu rechnen.

Starkregen in St. Gallen

Starkregen in St. Gallen

Das sommerliche Wochenende wurde mit Unwettern beendet. (Video: News-Scout)

Am frühen Morgen fegte ein heftiges Gewitter über St.Gallen. Ein News-Scout wurde, als er zur Haustüre rausging, vom Starkregen überrascht: «Ich bin nass bis auf die Socken.»

Auch im luzernischen Hildisrieden blitzte es stark um 4.30 Uhr, wie der Wetterdienst Uwbe mitteilt.

Uwbe

Baugerüst umgeblasen

20min/News-Scout

In Gossau SG haben die starken Winde ein Baugerüst umgeblasen, wie ein News-Scout berichtet. Es ist teilweise auf ein Industriegleis gefallen.

Heftige Gewitter

Laut Meteonews sind in der Nacht von Sonntag auf Montag stellenweise kräftige Gewitter über die Schweiz gezogen. Es wurden zwischen 22 und 3.50 Uhr 10'000 Blitze gezählt.

Samstag, 14.08.2021

Ein Bild mit Seltenheitswert

In der Nacht von Freitag auf Samstag war es vielerorts noch zwischen 20 und 23 Grad warm. Im Tessin zeigte das Thermometer um halb 1 gar noch 24 Grad an. Ein Bild mit Seltenheitswert, wie Meteonews schreibt. Und ein Bild, das sich schon schnell wieder ändert. Die nächste Woche beginnt bereits wieder kühler.

Der Sonntag aber verspricht tagsüber noch hochsommerliche Temperaturen bei vielerorts 30 Grad und mehr. SRF Meteo rechnet damit, dass dies das heisseste Wochenende des Jahres werden könnte.

Freitag, 13.08.2021

Die nächste Abkühlung kommt schon bald

Am kommenden Wochenende soll uns ein Hochdruckrücken mit Zentrum über dem Mittelmeer viel Sonnenschein und einige lokale Schauer oder Gewitter bescheren, schreibt Meteonews in einer Mitteilung. Die Temperaturen dürften dabei auf rund 30 Grad steigen.

Danach wird die Wetterlage aber langsam wieder instabiler. Am Montag wird laut den Meteorologen eine von einem Tief über Dänemark ausgehende Störung für eine Abkühlung sorgen. Der Vormittag zeige sich dann zwar vielerorts noch trocken, im Laufe des Nachmittags werde der Bewölkungsgrad von Westen her jedoch zunehmen. Insbesondere in den Bergen sei mit kräftigen, teilweise gewittrig durchsetzten Schauern zu rechnen. Die Temperaturen sollen dann auf 24 bis 25 Grad fallen.

Meteonews

Zwei Modelle sagen gemäss dem Wetterdienst eine unterschiedliche Niederschlagsmenge voraus. Das eine prognostiziere von Montag, 14 Uhr, bis Dienstagnacht, 2 Uhr, höhere Niederschlagssummen bis ins Flachland, das andere mehr Niederschlag in den Gebirgsregionen. Nach einer bewölkten und zeitweise nassen Nacht soll es am Dienstag zunächst dichtere Wolken mit gelegentlichen Regengüssen geben. Mit 20 bis 21 Grad werde der Dienstag voraussichtlich der kühlste Tag der Woche sein, so Meteonews.

Laue Nacht

Die Temperaturen sind auch um 4.20 Uhr vielerorts noch über 20 Grad, so zum Beispiel in Locarno, Cham oder St. Gallen. Bleibt es bis 8 Uhr so, spricht man laut Meteonews von einer Tropennacht.

Kurz vor Mitternacht lagen die Temperaturen noch verbreitet bei 22 und 24 Grad, was laut Meteonews zu einer Tropennacht reichen könnte.

Blitze über Liebefeld BE

Video: 20min/News-Scout

3700 Blitze

Bis am späten Abend wurden bei den Gewittern über der Schweiz 3700 Blitze gezählt. Laut SRF Meteo kommen in der Nacht im zentralen und östlichen Mittelland noch weitere dazu.

Front erreicht Westschweiz

Mit Hagel und Sturmböen hat das Gewitter die Westschweiz erreicht. In Bière VD wurden Windstärken von 110 und in Nyon VD von 82 km/h gemessen, wie SRF Meteo twittert. Meteonews hat noch von 104 km/h in La Dôle berichtet.

Bund warnt mit Gefahrenstufe 3

Laut Meteoschweiz gibt es aktuell eine erhebliche Gewittergefahr mit potenziell grossen Auswirkungen. Dies vor allem in der Nacht auf Freitag. Die Gefahrenstufe liegt auf Level 3. Gemäss dieser ist zum Beispiel ein plötzliches Auftreten von Flutwellen in Bächen oder das Umstürzen von Bäumen möglich, wie es auf der Website von Meteoschweiz heisst. Es könnte zudem Abrutsche an stark geneigten Hängen, Hagelschäden und Blitzeinschläge geben.

Laut dem Meteorologen Roger Perret von Meteonews werden die Gewitter wohl lokal und in der Nacht auftreten. Wo genau, sei schwierig vorauszusagen. Meteoschweiz gab etwa eine Gewitterwarnung für die Region Thalwil-Wetzikon heraus. Sie gilt am 13. August von 2 bis 8 Uhr. Möglich seien Hagel, Sturmböen, Starkregen und viele Blitze. Ein flächendeckender Hagel ist laut Perret allerdings eher unwahrscheinlich. Die Gefahrenstufe 3 sei zwar hoch, einen Grund für Panik gebe es aber nicht, sagt der Meteorologe zur Redaktion.

Gefahrenstufe 3 heisst ausserdem, dass ein Versagen von Entwässerungssystemen und Kanalisationen nicht auszuschliessen ist. Ebenso wie Überflutungen von Strassenunterführungen, Tiefgaragen und Kellerräumen. Die Gewitter könnten auch den Strassen-, Schienen-, Luft- und Schiffsverkehr behindern.

Sonntag, 08.08.2021

110 Millimeter Regen in Locarno

Gemäss SRF Meteo regnete es am Samstag in der ganzen Schweiz. Am besten davon kam Stabio im Südtessin mit 0,1 mm. Die meisten Niederschläge gab es in Locarno mit knapp 110 Millimeter Regen. Jetzt wird das Wetter aber besser.

Nasser Samstag

Am meisten Regen fiel in Südbünden mit lokal bis zu 100 mm, wie Meteonews twittert. Auch andernorts war es sehr nass. Lediglich der Nordosten und die Simplonregion kamen glimpflich davon.

Samstag, 07.08.2021

Im Süden schüttet es weiter

Wie Meteo News berichtet ist die Kaltfront in der nördlichen Schweiz weitgehend überstanden. Im Tessin und Graubünden halten die heftigen Regenfälle weiter an. In Bellinzona kamen beispielsweise rund 96 Millimeter Niederschlag zusammen.

Keine Ruhe, sondern Regen und Sturm

Campingplatz in Tenero steht unter Wasser

(Video: 20min/News-Scout)

«Gestern hatten wir hier noch 32 Grad und Sonnenschein», erzählt Rene Maier am Telefon. Seit heute Morgen regne es wieder und er habe alle Hände voll zu tun gehabt, um seinen Vorplatz und die elektrischen Geräte – rund um das Wohnmobil – vor den Wassermassen zu schützen. «Andere haben schon angefangen eine Art Burggräben um ihre Zelte zu ziehen, um ihre Schlaflager trocken zu halten», erzählt der Camping-Fan weiter.

Auch andere News-Scouts verbringen ihre Ferien auf dem Campingplatz Campo Felice in Tenero: «Es hat circa 30 Minuten geschüttet wie verrückt! Wir sind zum Glück mit dem Wohnwagen unterwegs!»

Regenmassen überfluten den Campingplatz Campo Felice in Tenero.

Regenmassen überfluten den Campingplatz Campo Felice in Tenero.

20min/News-Scout
Wassermassen auf dem Campo Felice Campingplatz in Tenero.

Wassermassen auf dem Campo Felice Campingplatz in Tenero.

20min/News-Scout

Seit Wochen ziehen Regen und Gewitter über die Schweiz. Flüsse und Seen treten über die Ufer, Campingplätze werden überschwemmt. Laut Meteo News zieht bis Sonntag noch eine Kaltfront über die Schweiz und nächste Woche «kämpft sich der Sommer zurück». So soll das Thermometer nächsten Donnerstag an manchen Orten sogar wieder an der 30 Grad Marke kratzen.

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