Aktualisiert 17.07.2014 07:22

Fussball-Euphorie

Die ganze Schweiz steht auf den FC Basel

Neu erhobene Daten der Super-League-Saison 2013/2014 belegen: FCB-Fans sind auch noch in der hintersten Ecke der Schweiz zu finden. Sogar im Urner 500-Seelen-Dorf Gurtnellen.

von
Valeria Happel
Der Tages-Anzeiger hat die neuen Daten der Super-League-Saison 2013/2014 anhand des Saisonkartenverkaufs interpretiert. Diese zeigen: FCB-Fans gibt es in der gesamten Schweiz.

Der Tages-Anzeiger hat die neuen Daten der Super-League-Saison 2013/2014 anhand des Saisonkartenverkaufs interpretiert. Diese zeigen: FCB-Fans gibt es in der gesamten Schweiz.

«Auf vier von zehn in der Schweiz abgesetzten Saisonkarten prangt das FCB-Logo», so berichtete der «Tages-Anzeiger» am 16. Juli. Für die im Frühling erhobenen Daten wurden die Saisonkarten aller Super-League-Clubs der letzten Fussballsaison herangezogen. Die Postleitzahlen verrieten, woher auch noch der am weitesten entfernte Fussballfan anreist, um den FCB im Joggeli mitzuerleben.

Satte 23'561 Saisonkarten hat der Basler Fussball-Klub im Frühling verkauft. Dies waren mehr als GC, der FCZ, St. Gallen und die Young Boys zusammen. Während in Basel 98 von 100 verkauften Saisonkarten rot-blau sind, erlebt Zürich als Heimat von zwei Super-League-Clubs ein absolutes Fussballtief. So besitzen von 1000 Einwohnern gerade einmal 9 eine Saisonkarte - in Basel sind es 37.

Die Schweiz ist überall rot-blau

Die Daten zeigen ausserdem, dass in der gesamten Schweiz fast unzählige FCB-Fans zu finden sind - selbst in weit entfernten Ortschaften. Die treuen Fans besitzen natürlich Saisonkarten und nehmen lange Autofahrten in Kauf, um sich die Spiele anzusehen.

Doch nicht nur das Heimwehgefühl spielt eine grosse Rolle. Auch in Nicht-Baslern schlägt das Herz für die rot-blaue Mannschaft. So etwa bei Familie Zgraggen aus dem ländlichen Gurtnellen im Kanton Uri. Alle vier Familienmitglieder besitzen eine Saisonkarte und jedes Heimspiel wird ohne Ausnahme angesehen. Die über die Kantonsgrenzen hinausgehende Fanleidenschaft besteht ausserdem bereits seit 45 Jahren.

Einmal Basel, immer Basel

Bis zu zwei Stunden fährt Familie Zgraggen jeweils, um einen Match zu sehen. «Dabei zu sein ist uns sehr wichtig», sagt Rosmarie Zgraggen. Angefangen hatte jedoch ihr Mann Karl Zgraggen. Aus beruflichen Gründen kam der SBB-Mitarbeiter 1969 nach Basel, blieb fünf Jahre und ging wieder zurück in den Urkanton - als eingefleischter FCB-Fan. Seine Frau und beide Söhne habe er ebenfalls mit dem FCB-Fieber angesteckt.

Seither fiebert jeweils die ganze Familie mit. Ist ein Match gewonnen, wird dies ordentlich gefeiert. An Spieltagen kommen ausserdem alle Fan-Utensilien hervor und schmücken die Räumlichkeiten der Zgraggens. «Hat die Mannschaft verloren, so ist es im Auto auf der Rückfahrt meist sehr still», erzählt Frau Zgraggen.

Hier gelangen Sie auf die interaktive Karte, welche die grossen Fanlager der Schweiz aufzeigt:

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