21.07.2020 12:40

Angriffswelle

Die gefährlichste Schadsoftware der Welt ist zurück – so schützt du dich

Infiziert Emotet ein Computersystem, sind die Daten meist im Nu futsch. Das gefährliche Programm hat bereits Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Nach einer mehrmonatigen Pause meldet sich Emotet jetzt zurück.

von
Tobias Bolzern
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Emotet ist zurück! Unter IT-Experten gilt Emotet als «König der Schadsoftware».

Emotet ist zurück! Unter IT-Experten gilt Emotet als «König der Schadsoftware».

Getty Images/iStockphoto
Emotet ist seit Juli 2020 wieder aktiv. Zuvor gab es eine fünf Monate lange Funkstille.

Emotet ist seit Juli 2020 wieder aktiv. Zuvor gab es eine fünf Monate lange Funkstille.

Laut Sicherheitsexperten wurden bei der aktuellen Welle rund 250’000 Mails verschickt. In den nachfolgenden Bildern zeigen wir auf, welche Cyberangriffe in der Vergangenheit Schäden anrichteten.

Laut Sicherheitsexperten wurden bei der aktuellen Welle rund 250’000 Mails verschickt. In den nachfolgenden Bildern zeigen wir auf, welche Cyberangriffe in der Vergangenheit Schäden anrichteten.

Darum gehts

  • Emotet gilt bei Experten als gefährlichste Schadsoftware der Welt.
  • Verteilt wird das gemeine Programm meist über bösartige E-Mails.
  • Im Juli 2020 gab es eine neue Angriffswelle mit 250’000 E-Mails.
  • Betroffene Unternehmen verlieren wegen Emotet meist ihre Daten.
  • Das hat Schäden in Höhe von mehreren Millionen Franken angerichtet.

Emotet ist wieder aktiv: Laut Sicherheitsexperten sind im Juli mehr als 250’000 Mails mit der Schadsoftware verschickt worden. Die Empfänger sassen laut ersten Erkenntnissen in den USA, im Nahen Osten, Südamerika, Afrika, aber auch in Europa, etwa in Grossbritannien. Die Angriffswelle folgte auf eine rund fünf Monate lange Funktstille.

So zerstörerisch wie Emotet ist keine andere Schadsoftware. Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bezeichnete Emotet als «König der Schadsoftware». Hat sich Emotet erst einmal auf dem Windows-System eingenistet, kann sie im Hintergrund weiter Programme wie Verschlüsselungstrojaner laden. Zudem ist das Tool in der Lage, die Kontakte der Opfer für die Weiterverbreitung zu nutzen. Im schlimmsten Fall können die Angreifer so die vollständige Kontrolle über den Computer erlangen.

Schäden in Millionenhöhe

Aktiv ist Emotet seit 2014. Damals wurde das Schadprogramm von Sicherheitsexperten erstmals identifiziert. Seither wurde es ständig weiterentwickelt. In der Vergangenheit legte Emotet zahlreiche Verwaltungen und Firmen lahm. Betroffen war unter anderem das Kammergericht in Berlin, dessen IT-Infrastruktur nach einem Emotet-Angriff im Jahr 2019 vollständig neu aufgebaut werden musste. 2018 war auch ein Unternehmen in der Schweiz betroffen. Emotet verschlüsselte damals die Daten auf dem Firmennetzwerk und forderte dann ein Lösegeld von über 200’000 Franken.

So schützt du dich

Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) empfiehlt, die folgenden Punkte zu beachten, um sich vor der Schadsoftware zu schützen. Tipps für die Betreiber von Firmennetzwerken hat das NCSC auf seiner Site aufgelistet.

Erstelle regelmässig ein Back-up der Daten. Die Sicherungskopie sollte offline, das heisst auf einem externen Medium wie beispielsweise einer externen Festplatte gespeichert werden. Nach dem Backup sollte man die Festplatte trennen. Sonst werden die Daten darauf bei einer Attacke allenfalls auch verschlüsselt und damit unbrauchbar.

Halte deine Software auf dem neuesten Stand: Sowohl Betriebssysteme als auch alle auf den Computern und Servern installierten Apps müssen konsequent aktualisiert werden. Falls möglich, sollte die automatische App-Update-Funktion genutzt werden.

Sei misstrauisch! Öffne auch bei vermeintlich bekannten Absendern keine Anhänge und klicke keine Links an, ohne diese vorher zu prüfen.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

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18 Kommentare
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Lux

22.07.2020, 10:59

Linux benutzen kann helfen

nnnn

22.07.2020, 08:15

VPN Kaufen und gut ist.

Hans

22.07.2020, 00:34

Habe Dünnschiss