Die geheime Zahlung der USA an Willy Brandt
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Die geheime Zahlung der USA an Willy Brandt

Neuste Archivfunde sollen belegen, dass die USA den späteren Kanzler finanziell unterstützt haben. Brandt selbst stritt dies stets ab.

von
woz
Willy Brandt zwischen US-Präsident John F. Kennedy und Konrad Adenauer in Berlin. (Juni 1963)

Willy Brandt zwischen US-Präsident John F. Kennedy und Konrad Adenauer in Berlin. (Juni 1963)

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Die US-Besatzungsmacht hat den späteren deutschen Kanzler und SPD-Chef Willy Brandt nach einem «Spiegel»-Bericht in den 1950er Jahren mit geheimen Zahlungen unterstützt. Damit halfen die USA Brandt im internen Machtkampf der deutschen Sozialdemokraten.

1950 hätten die Amerikaner dem damaligen Westberliner Bundestagsabgeordneten die damals sehr grosse Summe von 200'000 Mark zukommen lassen, berichtete das Nachrichtenmagazin.

Ist noch mehr Geld geflossen?

Die Amerikaner hätten Brandt gefördert, weil er zu jenen Berliner Sozialdemokraten gehörte, die eine Westintegration der jungen Bundesrepublik befürworteten. In der SPD war dieser Kurs damals umstritten. Später sei noch mehr Geld geflossen.

«Spiegel» beruft sich auf den Historiker Scott Krause, der seine Erkenntnisse aus Archivunterlagen in dieser Woche der Berliner Brandt-Stiftung präsentiert habe. Die neuesten Erkenntnisse stehen im Widerspruch zu Brandts eigenen Aussagen. Bereits in den Siebzigerjahren kursierten Gerüchte über geheime Zahlungen. Damals sagte er: «Mir sind solche Mittel zu keinem Zeitpunkt zugegangen, weder zugunsten meiner Partei noch für irgendeinen anderen Zweck.» (woz/sda)

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