Enthüllt: Die geheimen Sex-Partys im Silicon Valley
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EnthülltDie geheimen Sex-Partys im Silicon Valley

Investoren und Top-Manager treffen sich offenbar regelmässig zu geheimen Sex- und Drogenpartys. Recherchen schildern ein zuweilen düsteres Bild.

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hau
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Im kalifornischen Silicon Valley sind die grossen Tech-Firmen zu Hause.

Im kalifornischen Silicon Valley sind die grossen Tech-Firmen zu Hause.

Keystone/Martin Ruetschi
Die Bloomberg-Journalistin Emily Chang berichtet in ihrem Buch «Brotopia: Breaking Up the Boys' Club of Silicon Valley» über die Sex- und Drogenpartys der Tech-Manager, CEOs und Investoren.

Die Bloomberg-Journalistin Emily Chang berichtet in ihrem Buch «Brotopia: Breaking Up the Boys' Club of Silicon Valley» über die Sex- und Drogenpartys der Tech-Manager, CEOs und Investoren.

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Emily Chang beschreibt anhand ihrer Recherche ein frivoles, wenn auch dekadentes Bild der Party-Szene im Valley.

Emily Chang beschreibt anhand ihrer Recherche ein frivoles, wenn auch dekadentes Bild der Party-Szene im Valley.

Wikimedia Commons/ PD

Im kalifornischen Silicon Valley sitzen die Grossen der Tech-Branche. Die boomende Industrie sorgt wie ein Katalysator dafür, dass sich gut verdienende Manager, CEOs und reiche Investoren in der Umgebung von San Francisco niederlassen. Wo Geld, Ideen und Tempo aufeinandertreffen, ist es auch mit dem Sex und den Drogen nicht weit. Das beweisen jüngste Enthüllungen der Bloomberg-Journalistin Emily Chang.

Auszüge aus Changs Buch «Brotopia: Breaking Up the Boys' Club of Silicon Valley», sind jüngst bei «Vanity Fair» vorab erschienen. Sie zeichnen das Bild einer unkeuschen, superreichen Community, die sich mit pikanten Partys das Leben versüsst.

Einladung per Snapchat

Demnach würden sich Manager und Investoren aus dem Silicon Valley regelmässig zu Sex- und Drogenpartys treffen, die teils ganze Wochenenden überdauern können.

Die ausschweifenden Feste finden dabei laut Reporterin Chang stets unter strikter Geheimhaltung statt. Nebst Alkohol würden auch Drogen, vor allem Ecstasy, eingenommen. Die Pillen würden teilweise gar mit den Logos der Tech-Firmen verziert — zur Glorifizierung.

Wann und wo gerade eine Sexparty steigt, erfahren die Gäste mündlich oder kurzfristig via Snapchat, schreibt Chang. Für gewöhnlich fänden diese in einer der vielen Villen von Atherton und Hillsborough, also in den Luxus-Enklaven in der San Francisco Bay statt. Die Vorliebe der Tech-Elite: Themen-Partys mit Kostümen. Wer nur zuschauen will, wird wieder nach Hause geschickt.

Die Männer, so Chang, sind bei diesen Partys stets in der Unterzahl: «Eingeladene könnten so viele Freundinnen mitbringen, wie sie möchten.» Ein Teil der Frauen würde auch über Escort-Services gebucht.

Frauen als «Unterklasse»

So weit, so frivol. Allerdings hat das Party-Gedöns der Tech-Bosse aus dem Silicon Valley auch seine Schattenseiten. Die Recherchen von Chang, die auf diversen Gesprächen mit Partyteilnehmern basieren, halten fest, dass es bei diesen Feierlichkeiten auch um Ausbeutung und Machtausübung geht. Nicht wenige hoffen darauf, mit einer Teilnahme an Partys in die inneren Zirkel der Tech-Gurus und Investoren vorzustossen.

Doch die Abhängigkeiten zwischen Investor und Kapitalnehmer hören beim Sex nicht plötzlich auf. Es gilt: Wer zahlt, befiehlt. Diese Maxime habe auch im ach so progressiven Silicon Valley Bestand, sagen Changs Quellen, die allesamt anonym bleiben wollen. Auch Geschäfte und Investments würden an solchen Partys getätigt.

Für erfolgreiche Frauen im Silicon Valley ist die Drogen- und -Sexparty-Szene im Silicon Valley deshalb bestenfalls ein Minenfeld: «Wer sich traue, eine Einladung auszuschlagen, gilt als prüde, ein Besuch könnte aber ebenso gut die eigene Karriere zerstören», schreibt Chang.

Dass es für Frauen nach einem Party-Besuch schwer sei, als Firmengründerinnen oder im Kader eines Unternehmens noch ernst genommen zu werden, bestätigen die meisten der anonymen Gesprächspartner von Chang: «Frauen nehmen an dieser Sex-Kultur teil, um ihr Leben zu verbessern. Sie sind eine Unterschicht im Silicon Valley», zitiert die Journalistin eine Investorin aus dem Silicon Valley.

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