Aktualisiert 31.10.2019 15:26

B&BDie Geister und der Vampir des Wolf Creek Inn

Das Wolf Creek Inn gibt es schon seit mehr als 100 Jahren. Geistersichtungen gehören zur Tagesordnung.

von
mst
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Das Wolf-Creek-Inn-Gebäude existiert bereits seit 1883. Es war ein beliebtes Ziel für Reisende zwischen Los Angeles und Portland.

Das Wolf-Creek-Inn-Gebäude existiert bereits seit 1883. Es war ein beliebtes Ziel für Reisende zwischen Los Angeles und Portland.

Rick Obst / CC BY 2.0
Die Reise zwischen diesen zwei Orten dauerte damals nämlich noch etwas mehr als zwei Wochen. Das Wolf Creek Inn hat 16 Zimmer.

Die Reise zwischen diesen zwei Orten dauerte damals nämlich noch etwas mehr als zwei Wochen. Das Wolf Creek Inn hat 16 Zimmer.

Rick Obst / CC BY 2.0
Und in diesen Zimmern soll es spuken: Ein öfter gesehener Geist ist der des Schriftstellers Jack London, der hier eines seiner Bücher geschrieben hat.

Und in diesen Zimmern soll es spuken: Ein öfter gesehener Geist ist der des Schriftstellers Jack London, der hier eines seiner Bücher geschrieben hat.

Rick Obst / CC BY 2.0

Das Erste, das Besucher des Bed and Breakfasts sehen, ist ein Schild, das 1925 aufgestellt wurde: «Wolf Creek Tavern: Tasty Cuisine». Das Gästehaus in Oregon ist das älteste ständig geöffnete Bed and Breakfast der Region – und hat entsprechend viele Geistergeschichten vorzuweisen.

Die Anfänge des Wolf Creek Inn

Übernachtungsmöglichkeiten gab es an der Stelle, an der das Wolf Creek Inn steht, schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Haupthaus wurde aber erst 1883 gebaut: Es gab 16 Zimmer, in denen von Los Angeles nach Portland Reisende übernachten konnten, und ein grosses Esszimmer. Die Schlafzimmer hatten damals noch keine eigenen Badezimmer, es gab allerdings neben Bettpfannen auch noch ein grosses Badezimmer ausserhalb.

Das Wolf Creek Inn hatte auch berühmte Gäste wie Schauspieler Clark Gable (Spielte Rhett Butler in «Vom Winde verweht» aus dem Jahr 1939), Orson Welles (Produzent des Films «Citizen Kane») und den wohl berühmtesten Film-Cowboy: John Wayne. Am längsten blieb aber Schriftsteller Jack London, der einen ganzen Sommer im Wolf Creek Inn verbrachte – und angeblich nach seinem Tod 1916 nochmals zurückkehrte.

Geistergeschichten

Diverse Gäste gaben an, eine geisterhafte Erscheinung in dem Raum gesehen zu haben, in dem London den Sommer verbracht hatte. Andere wollen seine Stimme gehört haben, wie er seine eigenen Bücher zitiert – oder mit anderen Geistern, aber nie mit Gästen spricht. Neben London sollen noch diverse andere Geister das Inn heimsuchen, das bestätigen die Besitzer und mehrere Experten für paranormale Vorkomnisse, die das Bed and Breakfast in der Vergangenheit besuchten.

Einer dieser Geister ist eine unbekannte Frau: Ihr Geist wird mit einer anderen bekannten Geschichte aus der Gegend verbunden, jener von Einauge Charlie Parkhurst. Einauge Charlie wurde während des Goldrauschs als Kutschenfahrer bekannt, der fluchte wie ein Matrose und seinen Kautabak besonders weit spucken konnte. Kurz: Charlie galt als besonders harter Kerl. Umso überraschter waren seine Freunde nach seinem Tod mit 67 Jahren: Dort stellte der Gerichtsmediziner nämlich fest, dass Charlie eigentlich eine Charlotte gewesen war.

Nette Geister, böse Geister

Während Charlies Geist eigentlich nie negativ auffällt, gibt es weitaus düstere Gestalten im Wolf Creek Inn: Eine wird als «der Vampir» bezeichnet und spukt auf dem Grundstück, aber auch im Haus herum. Gäste, die «den Vampir» gesehen haben wollen, erzählen von Reisszähnen und Blut im Gesicht.

Ein Medium versuchte, 1998 Kontakt aufzunehmen, und kam zu einem aussergewöhnlichen Schluss: «Der Vampir» war der Geist eines Menschen mit Persönlichkeitsstörung, der zu Lebzeiten dachte, er sei ein Vampir – und der nun seine äussere Erscheinung selbst bestimmen kann. Andere Geisterjäger sind sich dagegen sicher, dass es sich dabei um einen echten Vampir handelt.

Das Wolf Creek Inn ist noch immer geöffnet, Teile des Gebäudes wurden aus historischen Gründen nicht erneuert. Es gibt paranormale Führungen, für alle, die sich für die Geister interessieren.

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