Solothurner Freisinn: Die Gelben geben auf
Aktualisiert

Solothurner FreisinnDie Gelben geben auf

Die Freisinnigen des Kantons Solothurn geben ihre traditionelle Parteifarbe Gelb auf und übernehmen das Erscheinungsbild der Mutterpartei FDP.Die Liberalen.

Diesen Entscheid fällten die Delegierten am Montagabend in Lostorf SO mit 81 gegen 62 Stimmen. Die Delegierten hatten an der Versammlung emotional und engagiert über das Traktandum «Übernahme Corporate Design der FDP Schweiz» diskutiert. 2001 und 1986 hatte es die Parteibasis noch abgelehnt, das eigene Erscheinungsbild aufzugeben.

Ein «bewährtes Logo» dürfe nicht geändert werden, sagte ein Delegierter. Die Partei sei mit der Farbe Gelb gross geworden. Ein Befürworter meinte, es sei endlich an der Zeit, das Logo zu wechseln und damit einen Generationenwechsel zu vollziehen.

Parteivorstand gegen Wechsel

Der Parteivorstand beantragte der Versammlung, an der eigenen Farbe festzuhalten. «Wir sind im Volksmund [Gelb]», sagte der abtretende Parteipräsident Ruedi Nützi. Marketing funktioniere im kleinräumigen Kanton als Mund-zu-Mund-Propaganda.

Stefan Brupbacher, Generalsekretär der Mutterpartei, versuchte die Delegierten vom neuen, einheitlichen Parteilogo zu überzeugen. Es gehe darum, 2011 schweizweit einen geeinten Wahlkampf zu führen. Vom Corporate Design könnten dann auch die Solothurner profitieren.

Sonderfall in Gelb

Mit dem Entscheid beugten sich die solothurnischen Freisinnigen etwas zähneknirschend den Vorgaben der Mutterpartei. Seit der Fusion der FDP und der Liberalen im März schreiben die Statuten der nationalen Partei vor, dass alle Sektionen bis 2010 einheitlich auftreten müssen.

Im Kanton Solothurn setzten die Freisinnigen bislang auf die Farbe Gelb. Sie schrieben das Parteikürzel zudem - wie einst die Mutterpartei - mit einem kleinen «d». Die Partei nannte sich folglich «FdP».

(sda)

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