Stadt Zürich: Die Gemüsebrücke wird abgerissen

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Stadt ZürichDie Gemüsebrücke wird abgerissen

Die Rathausbrücke, auch Gemüsebrücke genannt, ist renovationsbedürftig. Jetzt soll sie abgerissen und neu gebaut werden – für rund 20 Millionen Franken.

von
bec
Die Rathausbrücke soll neu gebaut werden.

Die Rathausbrücke soll neu gebaut werden.

Wikipedia / MCaviglia

Grauer Beton verbinden derzeit die beiden Seiten der Limmat miteinander. Die Gemüsebrücke, wie die Rathausbrücke wegen dem darauf stattfindenden Gemüsemarkts genannt wird, wurde 1972 erbaut. Nun hat sie ausgedient, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

«Die Brücke kann nicht bloss saniert werden, sie muss abgebrochen und durch eine neue ersetzt werden», sagt Filippo Leutenegger (FDP), Tiefbauvorsteher im Stadtrat von Zürich. Der Grund: Die Durchflusskapazität bei Hochwasser müsse erhöht werden. Bei Hochwasser leitet der Kanton mehr Wasser von der Sihl in den See, das dann über die Limmat abfliessen soll. «Dies erfordert einen Ersatzbau der Unterkonstruktion und somit der gesamten Brücke» sagt Leutenegger.

Anwohner hoffen auf Verbesserung

Der Baubeginn ist 2022 geplant, der Umbau soll etwa zwei bis drei Jahre dauern. Bis 2018/19 soll das neue Nutzungskonzept ausgearbeitet werden. Hierbei sollen laut Leutenegger auch Eigentümer der anstossenden Grundstücke und involvierten Ämter mit einbezogen werden. Am 10. Juli wird zum runden Tisch geladen.

Peter Rothenhäusler, Präsident des Quartiervereins Zürich 1 rechts der Limmat trauert der Brücke von 1972 nicht nach. Er

erhofft sich Verbesserungen, die jetzige Situation sei nicht optimal. Auch der Präsident der Geschäftsvereinigung Limmatquai-Dörfli findet die Brücke «keine Augenweide». Ein Neubau könnte die Altstadt attraktiver machen: «An diesem Ort lässt sich mehr herausholen», sagt Brugger.

Neubau soll etwa 20 Millionen kosten

Die Kosten für das Projekt werden auf etwa 20 Millionen Franken geschätzt. Bereits in den 90er-Jahren wurden Pläne ausgearbeitet, um eine Totalsanierung der Brücke umzusetzen. Diese wurden 2002 jedoch wegen der Kosten von 6,5 Millionen Franken zurückgestellt.

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