Aktualisiert 05.11.2019 09:57

Region SolothurnDie «Gerüst-Mafia» schlägt auf Baustellen zu

In der Region Solothurn «verschwinden» des öfteren Baumaterialien von Baustellen. Laut den Unternehmen wird das Diebesgut in Osteuropa weiterverkauft.

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km
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Dass Bauutensilien wie Gerüste und sonstige Materialien auf Baustellen in der Region Solothurn gestohlen werden, ist mittlerweile keine Ausnahme mehr, wie der Fernsehsender Tele Bärn berichtet

Dass Bauutensilien wie Gerüste und sonstige Materialien auf Baustellen in der Region Solothurn gestohlen werden, ist mittlerweile keine Ausnahme mehr, wie der Fernsehsender Tele Bärn berichtet

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Mehrere Bauunternehmen seien von den Diebstählen betroffen.

Mehrere Bauunternehmen seien von den Diebstählen betroffen.

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Franz Furrer besitzt eine Baufirma mit Sitz in Kappel SO. Auch er ist von den Gerüste-Diebstählen betroffen. «Der schlimmste Fall, den wir je erlebt haben, war 2017», erzählt Furrer. Die Diebe hätten Material im Wert von 30'000 Franken geklaut – ein enormer Verlust für die Firma.

Franz Furrer besitzt eine Baufirma mit Sitz in Kappel SO. Auch er ist von den Gerüste-Diebstählen betroffen. «Der schlimmste Fall, den wir je erlebt haben, war 2017», erzählt Furrer. Die Diebe hätten Material im Wert von 30'000 Franken geklaut – ein enormer Verlust für die Firma.

Screenshot Youtube F. Furrer GmbH Gerüstbau

Dass Bauutensilien wie Gerüste und sonstige Materialien auf Baustellen in der Region Solothurn gestohlen werden, ist mittlerweile keine Ausnahme mehr, wie der Fernsehsender Tele Bärn berichtet. Mehrere Bauunternehmen seien von den Diebstählen betroffen.

30'000 Franken Verlust

Franz Furrer besitzt eine Baufirma mit Sitz in Kappel SO. Auch er ist von den Gerüste-Diebstählen betroffen. «Der schlimmste Fall, den wir je erlebt haben, war 2017», erzählt Furrer. Die Diebe hätten Material im Wert von 30'000 Franken geklaut – ein enormer Verlust für die Firma. Auch andere Bauunternehmen aus der Region hätten schon mit Gerüste-Dieben zu kämpfen gehabt.

«Gerüst-Mafia» soll dahinter stecken

Die betroffenen Baufirmen vermuten, dass eine regelrechte «Gerüst-Mafia» dahinter steckt. Diese soll die erbeuteten Bauutensilien anschliessend in Osteuropa weiterverkaufen. Der Verband der Gerüstbau-Unternehmer Aargau-Solothurn rät den Firmen, die Utensilien zu markieren. Furrer lässt seine Gerüste mittlerweile gravieren.

Doch auch mit Markierungen kommt es immer wieder zu kleineren Diebstählen. Meist werden diese gar nicht mehr verzeigt, sodass bei der Kapo Solothurn nur sehr wenige Anzeigen eingehen. Andreas Mock, Leiter der Kantonspolizei Solothurn, betont, dass die Polizei auf die Beobachtungen der Passanten angewiesen ist. «Wenn sich zu Zeiten, wo kein Baubetrieb ist, Menschen an der Baustelle aufhalten, sollte man vorsichtshalber die Polizei anrufen», so Mock.

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