Aktualisiert 01.02.2014 14:37

InfografikDie Geschichte der Zuwanderung

Der Anteil der Ausländer an der Bevölkerung ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Ein Blick zurück zeigt aber, dass die Entwicklung weder einmalig noch eine Einbahnstrasse ist.

von
jcg

Ende des 19. Jahrhunderts erlebte die Schweiz erstmals ein Phänomen, das uns bis heute beschäftigt: Menschen auf der Suche nach Arbeit wanderten in unser Land ein. Zuvor war die Schweiz ein klassisches Auswanderungsland, das unter Arbeitslosigkeit und Bevölkerungsdruck litt. Besonders Kleinbauern kehrten der heimischen Scholle den Rücken und versuchten ihr Glück in Übersee oder Russland. Die Wende kam mit der Industrialisierung.

1890 wurden in der Schweiz erstmals mehr Einwanderer als Auswanderer registriert. Angelockt wurden die Menschen von attraktiven Arbeitsverhältnissen und der vollständigen Personenfreizügigkeit. Es gab damals keine Gesetze, die die Zuwanderung begrenzten. So lebten bei Beginn des Ersten Weltkriegs rund 600'000 Menschen mit einem ausländischen Pass in der Schweiz. Der Ausländeranteil betrug 15 Prozent – ein Wert, der erst 1968 wieder erreicht wurde.

Der hohe Ausländeranteil sorgte schon damals bei der Bevölkerung für Überfremdungsängste. 1925 entschied sich das Stimmvolk, dass die Ausländer-, Arbeitsmarkt- und Flüchtlingspolitik künftig Bundessache sein sollte. In den folgenden Jahrzehnten lösten sich Perioden der Zuwanderung mit solchen der Abwanderung ab. Je nach Bedarf der Wirtschaft wurden zeitweise aktiv Ausländer angeworben, während in schwierigen Zeiten die Hürden für Ausländer auf Arbeitssuche erhöht wurden.

Die Infografik gibt detailliert Auskunft über die Entwicklung des Ausländeranteils seit 1910 und die Netto-Zuwanderung seit 1974. Dazu werden wichtige Ereignisse in Bezug auf den Ausländeranteil hervorgehoben.

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