Banff Springs Hotel: Die Geschichte des kanadischen Horror-Hotels

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Banff Springs HotelDie Geschichte des kanadischen Horror-Hotels

Im Banff Springs Hotel übernachteten einst Marilyn Monroe und die Queen. Einige Gäste sollen das Hotel nie verlassen haben.

von
Meret Steiger
Dieses Foto zeigt Professor Charles Scodder und seinen langjährigen Lebenspartner Joseph «Joey» Odom mit einem ihrer beiden Hunde. Das Foto wurde vermutlich vor ihrem Haus in Summerville, Georgia, aufgenommen.

Dieses Foto zeigt Professor Charles Scodder und seinen langjährigen Lebenspartner Joseph «Joey» Odom mit einem ihrer beiden Hunde. Das Foto wurde vermutlich vor ihrem Haus in Summerville, Georgia, aufgenommen.

Public Domain
Das Haus, das sich das Paar selbst baute, befand sich abgelegen auf einem 161'000 Quadratmeter grossen Grundstück in den Wäldern von Summerville.

Das Haus, das sich das Paar selbst baute, befand sich abgelegen auf einem 161'000 Quadratmeter grossen Grundstück in den Wäldern von Summerville.

Corpsewood Manor - A Castle In The Woods / Facebook
Neben dem Haus gab es auch noch einen durchaus luxuriösen Hühnerstall mit einem möbilierten dritten Stock, in dem das Paar gerne Gäste bewirtete.

Neben dem Haus gab es auch noch einen durchaus luxuriösen Hühnerstall mit einem möbilierten dritten Stock, in dem das Paar gerne Gäste bewirtete.

Corpsewood Manor - A Castle In The Woods / Facebook

Das majestätische Banff Springs Hotel in Banff, in der kanadischen Provinz Alberta, wurde 1888 erbaut. Es befindet sich am Ende eine Eisenbahnlinie und sollte ein Rückszugsort für gestresste Reisende werden. In seiner 130-jährigen Geschichte stiegen im Banff Springs einige Persönlichkeiten ab: Königin Elizabeth II., die Schriftstellerin Helen Keller und Superstar Marilyn Monroe.

Geistergeschichten

Angeblich beherbergte das Banff Springs Hotel auch einige Gäste, die das Gebäude nie wieder verliessen: Im Zimmer 873 soll ein Mann seine Frau und seine Tochter ermordet und anschliessend Selbstmord begangen haben. Nach einigen Geistersichtungen soll das Hotel den Raum kurzerhand zugemauert haben.

Geschichten von Gästen, die im Zimmer 873 übernachteten, bevor dieses versiegelt wurde, erzählen von Schreien und Stöhnen mitten in der Nacht und von blutigen Fingerabdrücken auf dem Spiegel, die auch von den Zimmermädchen nicht weggeputzt werden konnten.

Alles nur ein Gerücht?

Das Banff Springs Hotel selbst behauptet übrigens, der Doppelmord und der Suizid seien ein Gerücht, eine Geistergeschichte. Es habe nie ein Zimmer 873 gegeben. Gewisse Gäste sehen das anders: In jedem anderen Stockwerk gibt es ein Zimmer, das auf 73 endet – nur im achten Stock nicht.

Dort, wo sich die Tür zum Zimmer, in dem die angebliche Bluttat stattgefunden hatte, befinden sollte, gibt es auch das Deckenlicht, das über allen anderen Türen angebracht ist. Wer an die Wände klopft, hört auf der Höhe des versteckten Raumes angeblich ein hohles Geräusch.

«Geister lassen sich nicht von Steinmauern aufhalten»

Trotz der Dementi des Hotels wollen die Gäste auch weiterhin Geister gesehen und gehört haben. Bei Tripadvisor erzählt ein User von unheimlichen Geräuschen und körperlosen Schatten. Und beendet seinen Eintrag mit den Worten: «Geister lassen sich nicht von Steinmauern aufhalten.»

Die Geister der toten Familie sind nicht die einzigen, die Banff Springs angeblich heimsuchen. Es gibt auch noch die Legende der Geisterbraut: Vor langer Zeit soll eine junge Braut die Haupttreppe in der Lobby hochgegangen sein, um ihren künftigen Ehemann abzuholen. Einige sagen, sie sei gestürzt, andere glauben zu wissen, dass ihr Kleid in einer der unzähligen Kerzen Feuer gefangen habe, die für ihre Hochzeit angezündet worden seien.

So oder so: Die junge Frau stürzte die Treppe hinunter und brach sich das Genick. Gäste im Banff Springs erzählen von einer Erscheinung in einem langen weissen Kleid, die weinend am Fuss der Treppe sitzt oder liegt. Die Geschichte der Geisterbraut ist so berühmt, dass ihr sogar eine Briefmarke gewidmet wurde.

Auch ein nettes Gespenst

Ein freundlicher Geist, der ebenfalls in Banff Springs spuken soll, ist der schottische Nachtwächter Sam McAuley. Er liebte das Hotel und seine Arbeit so sehr, dass er zu Lebzeiten versprach, nach seinem Tod als Geist zurückzukehren.

Gäste berichten von einem netten schottischen Pagen, der ihnen das Hotel erklärt habe – nur arbeitet heute kein einziger Schotte in dem riesigen Gebäudekomplex. Manche behaupten sogar, er habe sich vor ihren Augen wieder in Luft aufgelöst.

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