14.03.2018 18:10

Trautes Heim, Glück allein?Die grössten Sorgen der Schweizer Hausbesitzer

Glückliche Hausbesitzer? Das erste Sorgenbarometer der Schweizer Immobilienbesitzer zeigt ein anderes Bild. Steigende Zinsen sind nicht die grösste Sorge.

von
ish
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Schweizer Eigenheim-Besitzer sorgen sich...

Schweizer Eigenheim-Besitzer sorgen sich...

Keystone/Laurent Gillieron
... über einen steigenden Eigenmietwert. Und damit über ein höheres Einkommen bei der Steuererklärung.

... über einen steigenden Eigenmietwert. Und damit über ein höheres Einkommen bei der Steuererklärung.

Keystone/Gaetan Bally
Die zweitgrösste Sorge sind teure Unterhalts- und Renovationsarbeiten. Eine Küche wird im Schnitt alle 15 bis 20 Jahre ersetzt.

Die zweitgrösste Sorge sind teure Unterhalts- und Renovationsarbeiten. Eine Küche wird im Schnitt alle 15 bis 20 Jahre ersetzt.

Keystone/Gaetan Bally

Das Haus ist gebaut, die Wohnung gekauft, aber die Sorgen und Baupläne gehen weiter. Das zeigt sich beim ersten schweizweiten Sorgenbarometer der Immobilieneigentümer, das am Mittwoch vom Bauherrenportal Buildster und dem Hypothekenvermittler Moneypark veröffentlicht wurde.

Die grösste aktuelle Sorge ist für 15 Prozent der Befragten der steigende Eigenmietwert. Denn wer in seinem Eigenheim wohnt, muss diesen als Einkommen versteuern. Dabei richtet sich der Mietwert nach dem Betrag, den der Eigentümer von Mietern für seine Immobilie erhalten würde.

Teurer Unterhalt ist Sorge Nummer zwei

Sorge Nummer zwei sind teure Unterhalts- oder Renovationsarbeiten. Davor hat rund jeder Siebte Angst. Im Durchschnitt wird nach 15 bis 20 Jahren eine neue Küche oder ein neues Bad fällig. Und nach 20 Jahren wird die Wärmepumpe ersetzt. Laut Umfrage gibt rund 20 Prozent an, keine Rückstellungen für den Unterhalt vorzunehmen.

Jeder Zehnte macht sich Gedanken darüber, ob er auch noch mit steigendem Alter in der Lage sein wird, die Kosten seiner Immobilie zu tragen. Das Einkommen sinkt in der Regel mit der Rente. Laut Umfrage zahlen 57 Prozent freiwillig mehr an ihren Hypotheken zurück.

Die meisten haben Renovations- und Umbaupläne

Über ihre Zukunftssorgen in zehn Jahren befragt, nannten rund 20 Prozent höhere Zinsen. Die zweitgrösste Sorge sind auch hier mit 15 Prozent teure Unterhalts- und Renovationsarbeiten. Sorge Nummer drei ist ein steigender Eigenmietwert.

Was weitere Umbaupläne für die nächsten 12 Monate angeht, gaben nur 25 Prozent an, keine zu haben. Dagegen planen 13 Prozent kleinere Renovationen, beispielsweise das Streichen der Wände. 9 Prozent planen Veränderungen an der Terrasse oder im Garten. 6 Prozent wollen in eine Solarstromanlage investieren.

Für die Umfrage wurden laut Buildster und Moneypark 1244 Wohneigentümer in der Deutschschweiz und in der Romandie befragt.

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