Aktualisiert 23.09.2011 13:00

Zu wenig PlatzDie grosse Elefanten-Züglete

Im kenianischen Narok treffen immer häufiger Elefanten auf Menschen. Bei diesen Begegnungen zieht meist der Mensch den Kürzeren. Deshalb müssen die Dickhäuter nun umziehen.

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Im Distrikt Narok im Westen von Nairobi wird der Platz für Mensch und Tier eng. Wegen andauernder Trockenphasen und der damit einhergehenden Lebensmittelknappheit zieht es die Menschen immer weiter aus den Dörfern hinaus – in das Gebiet, in dem die Elefanten leben. Umgekehrt gilt für die Tiere das Gleiche: Auf der Suche nach Wasser und Futter dringen die Dickhäuter in bewohnte Gebiete ein.

Bei den Treffen, die sich so ergeben, zieht der Mensch meist den Kürzeren. Bereits sind den Elefanten Dutzende Kenianer zum Opfer gefallen. Damit soll nun Schluss sein: Die Regierung hat beschlossen, die Tiere kurzerhand umzusiedeln. Sie sollen im 150 Kilometer entfernten Naturschutzgebiet Masai Mara ein neues Zuhause finden.

Vorbereitet für die Reise werden die Elefanten mit einem Schuss aus einem Betäubungsgewehr, das von einem Helikopter aus abgefeuert wird. Danach werden die Tiere fein säuberlich verpackt und mit einem Kran auf den Transporter gehievt. Am Zielort angekommen, werden sie mit Wasser abgekühlt, bevor sie wieder aufgeweckt werden. Sobald die ersten 50 Tiere erfolgreich umgesiedelt wurden, sollen ihnen 150 weitere in die neue Heimat folgen.

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