Letzte Ernstkämpfe des Jahres: Die Grossen wollen nachlegen
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Letzte Ernstkämpfe des JahresDie Grossen wollen nachlegen

Der vierte und letzte komplette Spieltag der EM-Qualifikation in diesem Jahr mit insgesamt 22 Partien stellt einigen der grossen Teams nochmals knifflige Aufgaben. Acht Teams sind noch immer ohne Verlustpunkt.

Mit Schweden wartet auf die formstarken Holländer ein harter Brocken. (Bild: Keystone)

Mit Schweden wartet auf die formstarken Holländer ein harter Brocken. (Bild: Keystone)

Spanien, eine dieser acht Mannschaften, wird in der Gruppe I wie bereits Tschechien am letzten Freitag wohl schottischen Beton angerührt bekommen. Trainer Craig Levein hatte beim 0:1 in Prag in einem 4-6-0-System spielen lassen. «Wie kann man bloss ohne Stürmer agieren?», enervierten sich Medien und Fans gleichermassen. Die übertrieben defensive Aufstellung Schottlands stellt für den Weltmeister vor die erste Bewährungsprobe. Trainer Vicente del Bosque dürfte im Sturm erneut Fernando Llorente, dem zweifachen Torschützen gegen Litauen, vertrauen.

Im Spitzenkampf der Gruppe E zwischen Holland und Schweden wird sich in Amsterdam mindestens eine der beiden Equipen ihre weisse Weste beflecken lassen müssen. WM-Finalist Holland feierte zuletzt elf Siege hintereinander in Ausscheidungsspielen, Schwedens Trainer Erik Hamren sieht sich deswegen nicht im Nachteil. «Ich habe die Partie einige Male im Kopf durchgespielt, es ist immer sehr gut für uns ausgegangen. Wir haben immer gewonnen.»

Ibrahimovic vs. Sneijder

Mit Hollands Spielmacher Wesley Sneijder und Schwedens Goalgetter Zlatan Ibrahimovic treffen zwei Akteure aufeinander, die sich vor acht Jahren kennengelernt und bei Ajax Amsterdam zwei Saisons verbracht haben. Das mittlerweile in Mailand bei verschiedenen Klubs engagierte Duo hätte vor einem Jahr beinahe wieder zusammengefunden. «Zlatan wollte, dass ich zu Inter komme, hat mit Präsident Moratti darüber gesprochen. Aber als mein Transfer von Real zu Inter vor dem Abschluss stand, hat er zu Barcelona gewechselt», erinnert sich Sneijder.

Für Italien hat der Auftritt im Luigi Ferraris von Genua emotionalen Wert. Das Team von Cesare Prandelli will die Zuschauer in Ligurien, wo in der letzten Woche bei einem Unwetter ein Todesopfer und Schäden von über 140 Millionen Euro zu beklagen waren, mit offensivem Fussball verwöhnen. Gegen Serbien, das sich zuletzt gegen Estland (1:3) blamiert hat, soll vor allem «Fantasista» Antonio Cassano im Heimstadion von Sampdoria eine tragende Rolle zukommen. Den Part des angeschlagenen Daniele de Rossi im Mittelfeld übernimmt entweder Claudio Marchisio oder Angelo Palombo, ein weiterer Spieler der «Samp».

Pflichtaufgabe für Deutschland

Vor leichten Aufgaben stehen Deutschland und Frankreich. Für Deutschland, den souveränen Leader der Gruppe A, sollte das Gastspiel in Kasachstan trotz langem Flug (3900 km nach Astana), der ungewohnten Anspielzeit (23.00 Uhr Lokalzeit) und tiefen Temperaturen kein Problem darstellen. Auch von Frankreich, das seit dem 2:0 gegen Rumänien am Samstagabend die Gruppe D anführt, wird gegen Luxemburg der (deutliche) dritte Sieg unter Laurent Blanc in Folge erwartet.

(si)

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