Die grossen Ziele von Goalietalent Benaglio
Aktualisiert

Die grossen Ziele von Goalietalent Benaglio

Premiere für Diego Benaglio (23): Der Torhüter steht gegen Österreich erstmals in der Startformation der A-Nati.

Er freue sich, schon von Anfang an spielen zu können, erklärt Benaglio, der es bisher zu drei Teileinsätzen mit der Landesauswahl gebracht hat. Nach der ersten Halbzeit am Mittwoch im Tirol kommt wie abgesprochen Fabio Coltorti (25) zum Handkuss. Der GC-Captain sowie West Bromwichs Pascal Zuberbühler (35) sind Benaglios Rivalen. Der jüngste des Trios wertet diese Situation als positiv. «Auf dem Platz sind wir Konkurrenten, aber das Verhältnis untereinander ist super.» Die Aussage wirkt glaubhaft.

Über seine Stärken und Schwächen will sich Benaglio nicht äussern. «Das sollen andere beurteilen.» Der Weg des aus Geroldswil ZH stammenden Fussballers ist ungewöhnlich. Er spielte als Junior bei Spreitenbach, Baden und GC. Als das Talent heranreifte, sah er im Hardturm hinter Stefan Huber und Peter Jehle keine Perspektiven und wechselte 2002 als Teenager zum VfB Stuttgart. Dort profitierte er viel, obwohl er erneut die Nummer 3 war. «Ich habe diesen Wechsel nie bereut.»

Im Sommer 2005 erhielt der U21-Titular bei Nacional Funchal die Chance, in Portugals Eliteklasse Spielpraxis zu sammeln. Der Klub auf Madeira, mit dem er einen Vertrag bis 2009 hat, soll nicht Endstation der Karriere sein. Der Doppelbürger (Sz/It) sagt entschlossen: «Spanien ist mein grosses Ziel.» Und die EM 2008 – aus seiner Sicht vorzugsweise als Keeper Nummer 1 der Schweiz.

Florian A. Lehmann, Innsbruck

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