HC Fribourg-Gottéron: Die Gründe für das Hoch der Freiburger Copains
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HC Fribourg-GottéronDie Gründe für das Hoch der Freiburger Copains

5 Siege aus 5 Spielen. So gut ist der HC Fribourg-Gottéron seit über 20 Jahren nicht mehr in die Saison gestartet. Das Hoch kommt unerwartet.

von
Marcel Allemann
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Die Gründe für das Hoch von Fribourg-GottéronFribourgs Topskorer und Captain Julien Sprunger (M.) spielt bislang eine überragende Saison.

Die Gründe für das Hoch von Fribourg-GottéronFribourgs Topskorer und Captain Julien Sprunger (M.) spielt bislang eine überragende Saison.

Keystone/Thomas Hodel
Gleiches gilt für Torhüter Benjamin Conz, der hext, wenn er gebraucht wird.

Gleiches gilt für Torhüter Benjamin Conz, der hext, wenn er gebraucht wird.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Neuzugang Sakari Salminen macht den Angriff von Gottéron noch unberechenbarer.

Neuzugang Sakari Salminen macht den Angriff von Gottéron noch unberechenbarer.

Daniela Frutiger

Denn vor dem Saisonstart deutete nichts darauf hin. Fribourg fiel im August in der Champions Hockey League mit schwachen Leistungen auf. Trainer Gerd Zenhäusern drohte seinen Spielern mit der NLB. Dieser schien ohnehin nur noch ein Trainer auf Zeit zu sein, nachdem der grosse Slawa Bykow im Verwaltungsrat Platz genommen hatte.

Bei so viel Ungemach wurde Fribourg nach dem letztjährigen Absturz in den Prognosen zumeist erneut in die Abstiegsrunde getippt. Und nun das: Fribourg ist als einziges Team noch ungeschlagen und hat unter anderem die Titelkandidaten ZSC, Bern und Davos besiegt. Die Gründe für das September-Hoch:

1. Julien Sprunger ist ein genialer Spieler, hat aber auch den Ruf einer Diva. Ihn zum Captain zu machen und in die Verantwortung zu nehmen, war ein geschickter Schachzug. Neben dem marschierenden Sprunger blüht plötzlich auch sein Copain Andrej Bykow wieder auf.

2. Der neue Finne Sakari Salmelainen entpuppt sich bislang als Toptransfer, macht den Sturm um Sprunger noch unberechenbarer.

3. Benjamin Conz spielt endlich so, wie es seinem Talent entspricht. Nicht fehlerlos, aber wenn es in der Endphase um die Punkte geht, hext er.

4. Die Freiburger spielen aufsässig, die Leidenschaft ist zurück, der eine steht für den anderen ein. Ein ähnliches System wie Co-Leader Biel. Überraschend ist dies nicht. Zenhäusern war zuvor in Biel der Assistent von Kevin Schläpfer.

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