Aktualisiert 10.02.2019 14:39

Grüner Gin

Die Grünen trinken sich ihre Niederlage schön

Die Stimmberechtigten schicken die Zersiedelungsinitiative deutlich bachab. Trotzdem stösst die Jungpartei mit «grünen Shots» an.

von
bz/pam

Die Initiative der Jungen Grünen fand beim Stimmvolk keine Mehrheit. Video: RTS/20Minuten

Sie waren angetreten, um die Schweiz vor dem zunehmenden «Siedlungsbrei» zu bewahren. Mit ihrem Rezept, die Bauzonen auf dem heutigen Niveau einzufrieren, konnte sich eine Mehrheit der Stimmberechtigten jedoch nicht anfreunden und erteilte der Initiative der Jungen Grünen eine deutliche Abfuhr.

Trotz der Niederlage ist die Stimmung bei den Initianten im Berner Kulturzentrum Progr gelöst. Sie stossen mit einem «grünen Shot» auf den Abstimmungssonntag und die angestossene Debatte an (siehe Video). «Später gibt es für mich noch ein Glas Gin», so Luzian Franzini, Co-Präsident der Jungen Grünen. Andere stellen nun bereits Forderungen. SP-Nationalrat Thomas Hardegger will etwa die Sieger bei der Revision des zweiten Teils des Raumplanungsgesetzes «in die Pflicht nehmen».

«Man wollte die Entwicklung der Schweiz nicht einfrieren»

Während die Jungen Grünen auf ihre Kampagne anstossen, ist im Lager der Sieger erstaunlicherweise kaum Jubel zu vernehmen. FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen ist aber zufrieden: «Die Leute wollten die Entwicklung der Schweiz nicht einfrieren.»

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