Rührendes Video: «Die haben Pistolen, aber wir haben Blumen»
Aktualisiert

Rührendes Video«Die haben Pistolen, aber wir haben Blumen»

Wie erklärt man seinem Kind die schrecklichen Ereignisse in Paris? Mit einfachen Worten nimmt ein französischer Vater seinem Sohn die Angst; das ergreifende Video verbreitet sich viral.

von
slw

«Verstehst du, was passiert ist? Wieso diese Menschen das getan haben?», will der Reporter von «Le petit journal» von dem kleinen Jungen vor laufender Kamera wissen. Er steht zusammen mit seinem Vater vor dem Bataclan, wo hunderte Menschen um die Opfer der Terrornacht in Paris trauern.

«Das waren sehr, sehr böse Leute. Und Bösewichte sind nicht nett», antwortet der Kleine in das Mikrofon. Dann gerät er ins Stocken: «Und ... und wir müssen sehr aufpassen, denn wir müssen umziehen.» Traurig schaut er zu Boden. Sein Vater tröstet ihn, sie müssten nicht umziehen: «Frankreich ist unser Zuhause.»

«Aber die Bösewichte, Papa», warnt der Kleine leise, «die haben Pistolen, die können uns erschiessen, weil sie sehr böse sind.»

«Richtig, die haben Pistolen, aber wir haben Blumen.»

«Aber Blumen helfen nicht.»

Sein Vater zeigt auf die trauernden Menschen: «Natürlich tun sie das, schau, alle legen Blumen hin. Mit denen bekämpft man die Pistolen.» Nachdenklich betrachtet sein Sohn die Blumen: «Das ist zum Schutz? Und die Kerzen?»

«Die erinnern uns an die Menschen, die gestern gestorben sind.»

«Aha.» Kurz überlegt der Junge. «Die Blumen und Kerzen sind dazu da, uns zu beschützen», sagt er lächelnd zum Reporter, der das Mikrofon immer noch hinhält.

Ob er sich besser fühle, will der Reporter von ihm wissen. «Ja, jetzt geht es mir besser.»

Das bewegende Video wurde bislang mehr als 2,5 Millionen Mal auf Facebook aufgerufen.

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