Die Hälfte der Covid-Testbetriebe in St. Gallen ist mangelhaft
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St. GallenDie Hälfte der Covid-Testbetriebe ist mangelhaft

Das Gesundheitsdepartement des Kanton St. Gallen hat Corona-Testbetriebe ausserhalb von Praxen, Apotheken und Laboren kontrolliert. Eine erste Auswertung zeigt: Einige Betriebe haben Mängel zu beheben.

von
Katja Fässler
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Im Kanton St. Gallen wurden in den vergangenen Wochen zehn Corona-Testbetriebe kontrolliert. 

Im Kanton St. Gallen wurden in den vergangenen Wochen zehn Corona-Testbetriebe kontrolliert.

20 Minuten
Bei einigen davon gab es Mängel, beispielsweise bei den Vorgaben zur Räumlichkeit oder bei der Ausbildung des Personals. (Symbolbild)

Bei einigen davon gab es Mängel, beispielsweise bei den Vorgaben zur Räumlichkeit oder bei der Ausbildung des Personals. (Symbolbild)

20min/Simon Glauser
Bei Beanstandungen werde zehn Tage später eine zweite Kontrolle durchgeführt.

Bei Beanstandungen werde zehn Tage später eine zweite Kontrolle durchgeführt.

20min/Celia Nogler

Darum gehts

  • In den letzten Wochen wurden infolge der erweiterten Zertifikatspflicht einige neue Testcenter im Kanton St. Gallen errichtet.

  • Bei unangekündigten Kontrollen wurden Betriebe ausgemacht, die nicht die nötigen Vorgaben für ein ordnungsgemässes Testcenter erfüllen.

  • Diese müssen nun unter Einhaltung einer gewissen Frist Mängel beheben.

Der Kanton St. Gallen führte letzte Woche eine Reihe unangekündigter Kontrollen bei den Corona-Testcentern durch. «Es wurden zehn Betriebe kontrolliert. Das Ergebnis ist sehr durchzogen», heisst es auf Anfrage beim Gesundheitsdepartement. Einige Betriebe würden Mängel aufweisen, die innert zehn Tagen zu beheben seien. Defizite gäbe es unter anderem bei den Vorgaben zur Räumlichkeit oder zur Ausbildung des Personals, das die Tests durchführt. Bislang wurden keine Betriebe geschlossen, weil die Frist und weitere Inspektionen noch laufen.

Wenn die Mängel nach Ablauf der Frist noch immer bestehen, drohen Konsequenzen, so das Departement. Den Betreibern könnte die Lizenz entzogen oder das Testcenter geschlossen werden. Für alle Corona-Teststationen ausserhalb von Praxen, Apotheken und Laboren besteht zudem eine Meldepflicht. Dafür muss auf der Webseite des Kantons eine Woche vor Inbetriebnahme des Testzentrums ein Formular ausgefüllt und eingereicht werden. Bei der Hälfte der bislang gemeldeten Testzentren seien die Anforderungen derzeit nicht erfüllt, heisst es weiter.

«Wurden zweimal kontrolliert»

«Wir wurden bereits zweimal kontrolliert», sagen die Betreiber einer Teststation in der Stadt St. Gallen. Unter die Lupe genommen würde dabei die Sauberkeit, Genauigkeit und die Fachkompetenz des Personals. Wenn bei einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin Unsicherheit bezüglich deren Qualifikation bestehe, würden mehrere Fragen, etwa zum Ablauf des Testvorgangs, gestellt. Zum Beispiel: Wie tief darf das Stäbchen in die Nase eingeführt werden? Wie lange muss es darin bleiben? Welche Daten der zu testenden Personen müssen erfasst werden? «Von unserer Firma haben bislang alle Stationen die Kontrolle bestanden», so die Betreiber weiter. Dass es einige dubiose Anbieter gäbe, davon hätten sie gehört.

Es sind vor allem Einrichtungen, die in Folge der erweiterten Zertifikatspflicht wie aus dem Nichts entstanden sind, auf welche die Kontrolleure ein Auge haben. «Man kann nicht zwischen zwei Barhockern Zertifikate ausstellen», wie Kantonsärztin Danuta Zemp gegenüber «FM1Today» sagte.

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