Biden erreicht Ziel - Die Hälfte der Erwachsenen in den USA ist geimpft
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Biden erreicht ZielDie Hälfte der Erwachsenen in den USA ist geimpft

Seine Vorgabe von 100 Millionen Impfungen in 100 Tagen hat US-Präsident Joe Biden längst verdoppelt. Nun geht es darum, Impfmuffel zu überzeugen.

In den USA werden pro Woche 28 Millionen Spritzen verabreicht: First Lady Jill Biden mit einer Frau, die geimpft wird. (21. April 2021)

In den USA werden pro Woche 28 Millionen Spritzen verabreicht: First Lady Jill Biden mit einer Frau, die geimpft wird. (21. April 2021)

AFP/Mandel Ngan

US-Präsident Joe Biden hat das Erreichen des jüngsten Impfziels seiner Regierung gefeiert. In den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit würden 200 Millionen Bürgerinnen und Bürger mindestens eine Dosis gegen das Virus erhalten, sagte Biden am Mittwoch. Damit werde mehr als die Hälfte der Erwachsenen in den USA geimpft sein.

Biden sagte, das Impfprogramm werde in eine neue Phase eintreten. Mittlerweile würden pro Woche rund 28 Millionen Spritzen verabreicht und in vielen Teilen des Landes seien die Impfstoffkapazitäten schon grösser als die Nachfrage. Jetzt gehe es darum, möglichst viele Amerikaner für eine Impfung zu gewinnen.

Nachlassendes Interesse

In der vergangenen Woche hat sich das Impftempo von rund drei Millionen Dosen täglich etwas verlangsamt, teilweise wegen einer Pause in der Verwendung des Vakzins von Johnson & Johnson, aufgrund einer Sicherheitsüberprüfung. Es gibt aber auch Anzeichen eines nachlassenden Interesses.

«Impfstoffe können Ihr eigenes Leben retten, aber sie können auch das Leben Ihrer Grossmutter retten, das Leben Ihres Mitarbeiters, des Angestellten im Lebensmittelgeschäft oder des Zustellers, der Ihnen und Ihren Nachbarn hilft, die Krise zu überstehen», sagte Biden. «Deshalb sollten Sie sich impfen lassen.»

Biden stellte ein Massnahmenbündel vor, um zögernde Menschen dazu zu bewegen, sich impfen zu lassen. Darunter sind Steuererleichterungen für kleine Unternehmen, um bezahlten Urlaub für jene Geimpfte zu finanzieren, die wegen Nebenwirkungen einige Tage ausfallen. Bezahlt werden soll das aus dem 1.9 Billionen Dollar schweren Corona-Hilfsprogramm.

Impfalter 16

Als Biden am 20. Januar sein Amt antrat, waren etwa 20 Millionen Impfungen verabreicht worden. Zunächst nannte er als Ziel 100 Millionen Impfungen in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit. Diese Zahl erhöhte er zunächst auf 150 Millionen und im März auf 200 Millionen.

Mit Anreizen, insbesondere für junge Amerikaner – an einigen Orten wurde das Impfalter bereits auf 16 Jahre gesenkt – will Biden erreichen, dass auch die noch nicht geimpften 130 Millionen Amerikaner geimpft werden. Das Weisse Haus möchte, dass der Nationalfeiertag am 4. Juli in annähernder Normalität begangen werden kann. Voraussagen, wann die sogenannte Herdenimmunität erreicht sein wird, hat die Regierung bislang vermieden. Sie ist aber auf dem Weg, bis Ende Mai genug Impfstoff für jeden Erwachsenen und bis Juli für alle zu haben.

(DPA/chk)

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