Ein 20-Jahre-Rückblick: Die härtesten Duelle um die grosse Kugel
Aktualisiert

Ein 20-Jahre-RückblickDie härtesten Duelle um die grosse Kugel

Beat Feuz oder Marcel Hirscher? Die Spannung im Kampf um den Ski-Gesamtweltcup ist gross. Auch früher schon gestaltete sich der Wettstreit um die grosse Kugel äusserst eng.

von
Franziska Burkhard

Wenn im alpinen Ski-Zirkus die Saison zu Ende geht, liegt der Fokus darauf, wer welche Kugel nach Hause nehmen darf. Besonders begehrt ist die Trophäe für den Gesamtweltcup. Dieses Jahr liefern sich Beat Feuz und Marcel Hirscher einen engen Kampf um die grosse Kugel. Zwei Rennen vor Saisonende trennen die beiden Kontrahenten nur 75 Punkte. Es bleibt also bis zum Schluss spannend.

Blickt man 20 Jahre zurück, fällt auf, dass es auch früher schon ganz eng war, wenn es darum ging den besten Allrounder zu küren. Besonders erwähnenswert ist das Duell zwischen Aksel Svindal und Benjamin Raich im Jahr 2009. Am Ende setzte sich der Norweger mit einem Minimal-Vorsprung durch – lediglich zwei Punkte trennten die beiden Athleten. Noch verrückter ist, dass genau diese beiden Fahrer sich bereits zwei Jahre zuvor um die grosse Kugel duellierten – auch damals setzte sich Svindal durch. Der Abstand war nicht viel grösser: 13 Punkte.

Die Zeiten des Herminator

Richtige Gesamtweltcup-Dominatoren gab es seit 1992 nur zwei. Hermann Maier gewann die grosse Kristallkugel nicht nur am häufigsten (1998, 2000, 2001, 2004). Der «Herminator» knackte im Jahr 2000 als einziger Fahrer die 2000-Punkte-Marke und setzte sich bei drei von seinen vier Gesamtweltcupsiegen mit mehr als 500 Punkten Vorsprung durch. Besonders überragend war Maier im Jahr 2001, als er sich mit 743 Punkten Vorsprung vor Landsmann Stefan Eberharter die grosse Kugel schnappte. Drei Jahre später kam es zum selben Duell. Eberharter war dann aber wesentlich näher an seinem Konkurrenten (42 Punkte Unterschied).

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