Die Handynutzer zahlen viel zu viel
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Die Handynutzer zahlen viel zu viel

Handytelefonierer bezahlen 1,5 Millarden Franken jährlich zu viel an Gebühren. Dennoch wollen nur die wenigsten den Anbieter wechseln.

Neun von zehn Kunden bezahlen nach Berechnungen des Internetvergleichsdienstes Comparis für ihre Gespräche zu viel. Nicht einmal zehn Prozent treffen die richtige Wahl von Mobilfunkanbieter und Preisplänen. Kunden von Swisscom bezahlen 960 Millionen Franken zu viel. Bei Orange sind es 300, und bei Sunrise könnten die Nutzer rund 230 Millionen Franken sparen. Schuld an der Geldverschwendung sei auch der Tarif-dschungel, urteilt Comparis. Die Neukunden werden mit attraktiven Angeboten geködert, die Altkunden weiterhin abgezockt.

Seit der Offensive von Migros und Coop wären Gespräche mit Prepaid-Produkten für die Mehrheit am günstigsten. Trotz des Sparpotenzials haben nur 14 Prozent der Befragten vor, den Anbieter zu wechseln. Am grössten ist die Wechselbereitschaft mit einem knappen Fünftel bei Kunden von Orange, Cablecom, Tele2 und Sunrise. Treu zeigen sich hingegen die Kunden von Migros und Coop. Hier wollen nur drei, beziehungsweise vier Prozent wechseln.

(gal)

M-Budget Mobile: 300 000 Kunden

Das M-Budget-Mobile ist beliebt: Kurz vor Jahresende zählte die Migros 300000 Mobile-Kunden – dies fünfzehneinhalb Monate nach der Einführung des Prepaid-Angebots. Laut Migros entscheiden sich täglich mehrere hundert Kunden für das Angebot. Der Benutzer zahlt einen Einheitstarif von 37 Rappen pro Minute und 10 Rappen pro SMS.

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