Aktualisiert 21.04.2005 23:20

Die Hanf-Freunde rüsten zum Angriff auf Anti-Kiffer-Front

Die Kiffer-Debatte wird immer heisser: Wie in Bern und Biel machen sich nun auch Cannabis-Freunde in Freiburg für den kontrollierten Hanfverkauf stark. 3700 Freiburger reichten eine Petition ein.

«Willkürlichen Schliessungen von Hanfläden und Polizei-Razzien muss ein Riegel geschoben werden», sagt Initiant André Fürst. «Unsere Jugend wird so nur in die Arme brutaler Dealer getrieben.»

Die von Fürst eingereichte Petition verlangt einen kontrollierten Cannabis-Verkauf «in sauberen Läden».

Freiburger Kiffer sollen ihren Stoff künftig legal in Hanflädeli erhalten, die alle mit einem Qualitätslabel versehen werden. Polizei-Razzien würden so hinfällig. «Die Petition zeigt den Politikern, dass wir nicht aufgeben», sagt Fürst. Zusätzlichen Aufwind erhofft er sich von der eidgenössischen Hanfinitiative, der noch knapp 30000 Unterschriften fehlen.

Auch in Bern wird die staatlich kontrollierte Cannabis-Abgabe heiss diskutiert. Der grösste Widerstand regt sich von rechter Seite: SVP-Grossrat Thomas Fuchs verlangt in einem politischen Vorstoss, dass der Kanton Bern allfällige Pilotversuche im Keim erstickt (20 Minuten berichtete). Nächste Woche doppelt SVP-Stadtrat Erich Hess mit einer Motion auf städtischer Ebene nach: «Die Problematik wird verharmlost – damit ist der Jugend nicht geholfen.»

Raffaela Moresi

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