Graues Gold: Die Herkunft aller Curlingsteine
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Graues GoldDie Herkunft aller Curlingsteine

Curlingsteine werden seit dem 16. Jahrhundert übers Eis geschoben. Seither hat sich die Form des Steines kaum verändert. Das Geheimnis des Curlingsteins stammt von Ailsa Craig.

von
sko

Ailsa Craig ist eine Vulkaninsel und liegt vor der Westküste Schottlands. Sie ist unbewohnt, zirka einen Quadratkilometer gross und gehört zu der Inselgruppe Firth of Clyde. Da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, dürfen nur lose Steine abgetragen werden – dieses Recht hält die Firma Kays of Scotland. Lustigerweise sieht die Insel von Weitem aus wie ein Curlingstein.

Auf Ailsa Craig gibt es etwas, das für das Curlingspiel elementar ist: Den sogenannten Blue-Hone-Granit. Der wertvolle Granit hat zwei Haupteigenschaften. Das Gestein ist enorm dicht und doch ist es leicht zu einem Curlingstein zu schleifen. Aufgrund des seltenen Vorkommens besteht nur die innere Schicht (Insert), die schliesslich auf dem Eis gleitet, aus dem wertvollen Granit. Der Mantel wird aus einem weniger wertvollen Gestein hergestellt. Nach der Herstellung und dem Montieren des Curlinggriffs beträgt das Gewicht knapp 20 Kilogramm.

Schweizer Curling-Teams wollen Olympiamedaille

In der Schweiz hat Curling eine lange Tradition. Seit der Wiedereingliederung von Curling ins olympische Programm 1998 hat die Schweiz an jeden Spielen mindestens einmal eine Medaille nach Hause gebracht. Aktuell kämpfen die Teams um Mirjam Ott und Sven Michel in Sotschi um eine Olympiamedaille. Die Frauen kassieren zwar gegen Kanada die zweite Niederlage, dennoch sind die Chancen auf eine Medaille weiter intakt. Die Männer hingegen verlieren bereits das vierte Spiel von fünf und können sich nur noch theoretische Chancen auf ein Weiterkommen ausrechnen.

Die 66 Steine, die für die Olympischen Spiele in Sotschi hergestellt wurden, kommen alle von Ailsa Craig.

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