Hörner-Sandy : Die «Hexe» hinter dem Herd
Aktualisiert

Hörner-Sandy Die «Hexe» hinter dem Herd

Mit ihrer Optik zieht Sandy alle Blicke auf sich. Umso überraschender, dass sie privat eher Hausmütterchen als Freak ist.

von
Kaspar Isler

Sandra Caracciolo kann keinen Schritt aus dem Haus machen, ohne dabei angestarrt zu werden. Die selbstständige Inhaberin eines Zürcher Piercing- und Tattoostudios ist nicht nur von Kopf bis Fuss tätowiert und mit Metall durchstochen, sie hat zudem eine gespaltene Zunge, angespitzte Zähne und Ohren sowie einen Magnet in der Fingerkuppe. Am skurrilsten sind aber die beiden Hörner auf der Stirn, die sich die Jungunternehmerin implantieren liess.

Wer nun darauf spekuliert, Sandra am Wochenende an einer Fetisch-Party im Sadomaso-Keller anzutreffen, liegt weit daneben: «Am liebsten bin ich zu Hause mit meinen Katzen», verrät sie 20 Minuten. Und doppelt nach: «Kochen und Backen sind meine Leidenschaft. Partys und Menschenmassen wie das Zürifest und die Street­parade versuche ich zu meiden», erzählt die Freundin eines professionellen Bodybuilders.

Noch nicht einmal den öffentlichen Verkehr benutzt die vielerorts nicht akzeptierte Chefin von drei Angestellten. Und dies aus gutem Grund: «Erst kürzlich wurde ich auf der Strasse von einem Mann regelrecht verfolgt. Er schrie: ‹Sie ist eine Hexe, verbrennt sie, verbrennt sie!›», berichtet Sandra irritiert. Denn weder mit okkulten Ritualen noch mit Satanismus kann sie etwas anfangen – ein fast ganz normales Mädchen eben.

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