Aktualisiert 28.03.2014 12:11

Auf nach Genf

Die Hoffnung der ZSC Lions liegt in der Ferne

Nach dem 0:5-Debakel hoffen die Lions auf das prompte Re-Break. Schliesslich konnte der ZSC diese Saison stets in Genf gewinnen. Doch das war im alten Jahr. 2014 ist alles anders.

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Den ZSC Lions sind die Leichtigkeit und das Spektakel abhandengekommen. Das haben auch die Anhänger mitgekriegt. Im Gegensatz zur Qualifikation, als durchschnittlich 9000 Zuschauer ins Hallenstadion gepilgert waren, kamen zum ersten Halbfinal-Duell mit Genf gerade mal 8377 Fans.

Die Fans der Zürcher sollten in Betracht ziehen, am Samstagabend in die Westschweiz zu reisen. In der Qualifikation konnte der ZSC in Genf nämlich zweimal gewinnen. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die vier Begegnungen im alten Jahr stattfanden. Seither hat sich vieles verändert.

Genfs Lauf

Erstens hinken die Lions ihrer bestechenden Form der Qualifikation stark hinterher, zweitens hat Servette seit dem Jahreswechsel einen unglaublichen Lauf. Seit dem Triumph am Spengler Cup hat das Team von Chris McSorley acht von elf Heimspielen gewonnen. Auswärts ist die Bilanz seit dem jüngsten Triumph in Zürich noch imposanter: Bei zehn Gastspielen resultierten acht Siege. Das 5:0 war zugleich der höchste Genfer Auswärtssieg in Zürich seit zehn Jahren. Für den ZSC war es die höchste Playoff-Heimniederlage.

Für einen Triumph in Genf müssen die Lions zu alter Stärke zurückfinden – in der Offensive. In den letzten vier Spielen brachten sie gerade mal drei Tore zustande. Ein unterirdischer Wert für die beste Offensvie der Qualifikation. In 50 Runden fabrizierten die Zürcher 167 Tore, was einem Durchschnitt von 3,3 Treffern pro Partie entsprach.

Seit dem Start der Playoffs ist der Wurm drin. Gegen Lausanne waren Roman Wick und seine Teamkollegen durchschnittlich 2,4 mal erfolgreich. Ohne den 7:1-Kantersieg im vierten Spiel wäre dieser Wert merklich geringer. Stürmer Patrick Bärtschi hofft auf einen frühen Treffer im Stadion Les Vernets: «Ein Tor schiessen würde helfen

2008 lag der ZSC 0:2 zurück

Die Lions werden dennoch optimistisch nach Genf reisen. Schliesslich misslang der Mannschaft von Marc Crawford – ebenfalls zuhause – auch der Start in die Viertelfinal-Serie gegen Lausanne. 48 Stunden später folgte das prompte Re-Break. Gleiches streben die Zürcher in Genf an. Im Playoff-Final 2008 lag der ZSC gegen Servette gar 0:2 zurück – am Ende drehten die Zürcher die Serie und feierten den sechsten Meistertitel der Vereinsgeschichte.

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