Aktualisiert 15.08.2013 07:40

Fleissig am AnbauenDie Hollywood-Madam mit dem grünen Daumen

Die ehemalige Callgirl-Vermittlerin Heidi Fleiss hat offenbar ein neues Kapital in ihrem Leben eingeschlagen: Die als Hollywood-Madam bekannte Fleiss züchtet jetzt Marihuana-Pflanzen.

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Ein Bild aus dem Jahr 2003: Heidi Fleiss wirbt für «Daily Planet», Australiens grösstes und weltweit erstes börsennotiertes Bordell.

Ein Bild aus dem Jahr 2003: Heidi Fleiss wirbt für «Daily Planet», Australiens grösstes und weltweit erstes börsennotiertes Bordell.

Aus der Sparte «Was macht eigentlich...?» darf diesmal Heidi Fleiss antreten: Die Polizei hat auf ihrem Anwesen im US-Staat Nevada 158 Hanfplanzen im Garten gefunden. Als die Ordnungshüter auch ihr Grundstück in Pahrump, an der Grenze zu Kalifornien, durchsuchte, stellte sie weitere 234 Pflanzen sicher.

Heidi Fleiss, auch als Hollywood-Madam bekannt, hat Glück: Wie das Klatschportal «TMZ» schreibt, habe die Polizei die 47-Jährige zunächst nicht festgenommen, weil «sie mit der Polizei kooperierte». Über die Art der Kooperation ist allerdings nichts bekannt.

Behörden zeigen sich verständnisvoll

Fleiss gab an, dass ihre Hanfplanzen für eine «Genossenschaft in Las Vegas» bestimmt seien. Sie musste jedoch zugeben, dass sie für den Anbau keine Lizenz besitzt. Die Behörden waren mit der ehemaligen Puffmutter jedoch nachsichtig, weil die Frau «exotische Vögel im Wert von geschätzt 200'000 Dollar auf ihrem Anwesen hält», hiess es.

Die Hollywood-Madam wurde in den 1990er Jahren berühmt, als ihr Callgirl-Netzwerk aufgedeckt wurde. Fleiss vermittelte junge Prostituierte an Prominente wie Charlie Sheen, Jack Nicholson oder Mick Jagger. Die Aktivitäten ihrer Kundschaft listete sie in ihrem «schwarzen Notizbuch» auf.

Im Jahr 1994 kam Fleiss wegen mehreren Delikten in Los Angeles vor Gericht. Wegen Steuerhinterziehung und Geldwäscherei wurde sie zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Zudem musste sie eine Drogentherapie absolvieren. Wegen Prostitution oder Kuppelei wurde sie jedoch nie verurteilt. Diese Verfahren wurden später eingestellt.

Schliesslich sass Heidi Fleiss eine Strafe im Bundesgefängnis in Dublin, Kalifornien, ab und wurde 1998 nach 21 Monaten vorzeitig entlassen.

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