Die Hypozinsen steigen – für Hausbesitzer wirds eng

Aktualisiert

Die Hypozinsen steigen – für Hausbesitzer wirds eng

Für den Traum
vom Eigenheim setzen
immer mehr Schweizer
auf variable Hypotheken.
Hält der Run an, werden
diese markant steigen –
und Wohneigentümer
könnten in finanzielle
Probleme schlittern.

Die Zinsen für Festhypotheken sind in den letzten Jahren gestiegen. Nun drohen laut dem gestern publizierten Barometer des Internetvergleichsdienstes Comparis auch die variablen Zinsen markant abzuheben – wenn der Run darauf weiter anhält. Im dritten Quartal dieses Jahres erreichte der Anteil der variablen Hypotheken an der gesamten Nachfrage bereits 21 Prozent. Im Vorquartal waren es nur gerade 12 Prozent gewesen.

Steigen die Zinsen, wird das Wohnen teurer. Laut Comparis kommt ein Viertel aller Hausbesitzer in finanzielle Bedrängnis, falls der Zins – im Vergleich zum heutigen Niveau – um ein weiteres Prozent steigen würde. Bei einer zweiprozentigen Erhöhung wäre es gar die Hälfte.

«Im nächsten Jahr könnte es für einige Hausbesitzer eng werden», so der Direktor des Hauseigentümerverbandes Ansgar Gmür. Eine Hypokrise wie zu Beginn der 90er-Jahre mit variablen Sätzen von bis zu 8 Prozent oder eine Immobilienkrise wie derzeit in den USA sei jedoch ausgeschlossen.

Schuldenberaterin Susanne Johannsen macht auf ein weiteres Problem aufmerksam: «Es gibt Fälle, in denen die Anzahlung ans Haus mit einem Konsumkredit finanziert wurde», sagte sie zu «10vor10». Comparis warnt eindringlich vor dieser «Flucht ins Verderben».

nm

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