Die Hyundai N-Modelle gibts zukünftig auch elektrisch

Sportliche Ansage: Hyundai N Vision 74 (links) mit Brennstoffzellen-Elektro-Hybrid und der RN22e, der sich als Vorbote des Ioniq 5 N versteht.

Sportliche Ansage: Hyundai N Vision 74 (links) mit Brennstoffzellen-Elektro-Hybrid und der RN22e, der sich als Vorbote des Ioniq 5 N versteht.

Hyundai
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AusblickDie Hyundai N-Modelle gibts zukünftig auch elektrisch

Hyundais N-Modelle sorgen seit Jahren für Furore. Bald gibt es die auch elektrisch.

von
Benjamin Bessinger

Nachdem sich die Koreaner vor ein paar Jahren Albert Biermann, den einstigen Entwicklungschef der BMW M GmbH, geangelt haben, gibt es auch dort einen sportlichen Ableger, der benannt ist nach dem Entwicklungszentrum in Namyang und dem Nürburgring. Seither haben die hellblauen N-Sportmodelle ordentlich für Furore gesorgt. Doch genau wie die deutschen Werkstuner suchen auch die Koreaner einen Weg in die (elektrische) Zukunft, und kurz bevor Biermann sich in den Ruhestand verabschiedet hat, hat er dafür noch den Kurs abgesteckt.

Wie der aussieht, haben die Koreaner jetzt bei einem N-Festival in Busan verraten und dabei mehr Konsequenz bewiesen, als es aktuell die Kollegen in Deutschland tun. Denn während die Bestätigung eines Ioniq 5 N als erstes elektrisches Serienmodell für das nächste Jahr noch keine grosse Überraschung ist, will Hyundai künftig die Brennstoffzelle in die Boxengasse holen.

585 PS und 400 Kilometer Reichweite

Was von den kommenden N-Modellen zu erwarten ist, zeigen die Koreaner mit zwei Showcars, die viel mehr als klassische Designstudien sein sollen. Vielmehr führt Hyundai die Technologieträger als «Rolling Labs», die nicht nur im Rampenlicht glänzen wollen, sondern sich auch auf der Rennstrecke bewähren und so den Entwicklern als Werkzeug dienen müssen. Denn ihre Serienproduktion ist mehr oder minder fest eingeplant.

Als Vorbote des Ioniq 5 N ist da zunächst mal der Prototyp mit dem kryptischen Kürzel R22Ne, der sich allerdings unter der schnittigen Stromlinien-Karosse des gerade vorgestellten Ioniq 6 versteckt. Doch weil beide Autos ohnehin auf der gleichen E-Plattform stehen und die Flügel hier wie dort drangeschraubt werden können, zählt diesmal vor allem das Innenleben. Und das hat es buchstäblich in sich: Zwei Motoren mit zusammen 430 kW/585 PS und 740 Nm machen den knapp fünf Meter langen Flachmann zu einem veritablen Taycan-Konkurrenten, der in deutlich unter vier Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen soll. Dazu gibts ein auf den Nürburgring abgestimmtes Fahrwerk sowie den bekannten Akkupack mit 77,4 kWh und 800-Volt-Architektur, der bei dieser Performance für rund 400 Kilometer reichen sollte und danach im besten Fall innert einer Viertelstunde wieder zu 80 Prozent voll ist. 

Der N Vision 74 hat zwei Heckmotoren mit zusammen 500 kW/680 PS Leistung.

Der N Vision 74 hat zwei Heckmotoren mit zusammen 500 kW/680 PS Leistung.

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Gespeist wird das Powerpack aus einer bis zu 95 kW starken Brennstoffzelle mit einem Tank für 4,2 Kilogramm Wasserstoff und einer Batterie mit 62 kWh.

Gespeist wird das Powerpack aus einer bis zu 95 kW starken Brennstoffzelle mit einem Tank für 4,2 Kilogramm Wasserstoff und einer Batterie mit 62 kWh.

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Der Prototyp R22Ne ist Vorbote des Ioniq 5 N, versteckt sich allerdings unter der schnittigen Stromlinien-Karosse des gerade vorgestellten Ioniq 6.

Der Prototyp R22Ne ist Vorbote des Ioniq 5 N, versteckt sich allerdings unter der schnittigen Stromlinien-Karosse des gerade vorgestellten Ioniq 6.

Hyundai

Spannender ist allerdings der zweite Technologieträger. Mit dem N Vision 74 zollt Hyundai dem legendären Pony Coupé Tribut, das Giorgetto Giugiaro als Studie im Jahr 1974 enthüllt hat. Dabei begeistern sie nicht nur mit einem atemberaubenden Design, sondern treiben es auch unter der kantigen Karosse so wild, wie es sich für einen unerschrockenen Sportableger ziemt. Denn die N-Division baut zur Batterie auch noch eine Brennstoffzelle ein und bündelt damit an Bord so viel Energie, dass es für zwei Heckmotoren mit zusammen 500 kW/680 PS reicht. 

Gespeist wird das Powerpack aus einer bis zu 95 kW starken Brennstoffzelle mit einem Tank für 4,2 Kilogramm Wasserstoff und einer Batterie mit 62 kWh, sodass für die «Raserei» auf einer Rennstrecke immerhin 600 Kilometer Reichweite zusammenkommen sollen. Für ein 24-Stunden-Rennen ist das zwar noch ein bisschen wenig, doch für ein paar Runden auf der Nordschleife sollte es schon mal reichen.

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